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Vorschau auf das Pulse Festival Ipswich 2017
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pauldavies
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Das 17. Pulse Festival im Wolsey Theatre steht kurz bevor und präsentiert auch in diesem Jahr wieder eine riesige Bandbreite zeitgenössischer Performance über das zehntägige Festival hinweg – vom 1. bis 10. Juni. Noch ein Teenager, darf sich das Festival erlauben, herausfordernd zu bleiben, gelegentlich konfrontativ – und dabei voller Versprechen! Herauszupicken, was sich lohnen könnte, ist immer knifflig, denn so vieles klingt spannend und verdient Aufmerksamkeit. Eine Sache macht das Festival besonders gut: neue Talente zu fördern – und der Suitcase-Prize-Tag ist dafür ein Paradebeispiel. Der Preis wird für die beste ökologisch nachhaltige Produktion vergeben, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln touren kann; der Vorjahressieger On The Run zeigt zum Abschluss des Tages seine Show Tell Me Anything . (2. Juni) Neu in diesem Jahr ist zudem die Auftragsarbeit Testing Ground, die gestartet wird, um neue Arbeiten von D/deaf sowie behinderten Künstler*innen und Kompanien zu entwickeln. Samstag, der 3. Juni, ist Scratch Day: ein Programm mit Work-in-Progress-Stücken – und künftige Erfolge werden hier geboren. Haltet Ausschau nach Sh!t Theatre’s Dolly Would, ihrem neuen Stück über Dolly Parton, das auf dem Weg zum Edinburgh Festival ist.
Dolly Would beim Pulse Festival Ipswich Die Kurator*innen des Festivals, China Plate, geben fröhlich zu, dass der Tod bei vielen der diesjährigen Kompanien ein zentrales Thema ist – vielleicht ein Spiegel der Sorgen angesichts der aktuellen politischen und weltweiten Lage. Zu den faszinierendsten Arbeiten zählt Victoria Melody’s Ugly Chief. Mike Melody, ITV-Promi und Antiquitätenhändler, erhielt die Diagnose einer unheilbaren Krankheit. Victoria übernahm die Organisation der Beerdigung ihres Vaters – und ein Jahr später stellten die Ärzt*innen fest, dass Mike falsch diagnostiziert worden war. Trotzdem ziehen sie seine Beerdigung durch – Victoria hat sich extra zur Bestatterin ausbilden lassen, um die Show am Ende doch zu machen! (3. Juni)
Dann gibt es noch die Perlen vom Edinburgh Festival des vergangenen Jahres. Der Fringe-First-Gewinner The Duke verwebt das tragikomische Schicksal eines Familienerbstücks – einer Porzellanfigur des Duke of Wellington. Und ein weiterer Fringe-First-Gewinner, Heads Up, ist eine kraftvolle Erzählung von einer Stadt am Abgrund. (Beide am 9. Juni) Und Nick Cassenbaum’s Bubble Schmeisis kann ich mit voller Überzeugung empfehlen – ich habe sein wunderbares Stück über seine Familie und das Ritual des Canning Town Schvitz gesehen. Es ist großartig! (5. Juni)
It Started With Jason Donovan Dance Day, präsentiert von Dance East, findet am 8. Juni statt und zeigt Still I Rise, ein Work in Progress, inspiriert von Maya Angelous Gedicht, Nora Talks, ein Gespräch über das Entstehen von Tanz, und Sarah Blanc präsentiert It Started With Jason Donovan, in dem sie ihr früheres Dating-Leben anhand der Songs ihrer ersten Liebe – Jason Donovan – erzählt! Das Festival bringt seine bislang größte Produktion auf die Bühne: 1927’s inzwischen legendäre Inszenierung von Golem, die 2014 im Young Vic zu sehen war – und seitdem weltweit. Es ist die vorletzte Vorstellung von Pulse am 10. Juni, und allein die außergewöhnliche Bühnenumsetzung wird für ein unvergessliches Erlebnis sorgen!
Hier ist wirklich für jede*n etwas dabei. Stöbert in der Broschüre – und wagt bei vielen dieser äußerst erschwinglichen Shows ruhig ein kleines Risiko!
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