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REZENSION: Viel Glück, Studio, Mercury Theatre Colchester ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert Mischief Theatres Good Luck, Studio im Mercury Theatre Colchester im Rahmen der Premieren-Tournee.

Chris Leak (Wibble) und Jemma Geanus. Foto: Pamela Raith Good Luck, Studio.

Mercury Theatre, Colchester.

6. Oktober 2022

4 Sterne

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Es ist schon ein echter Coup für das Mercury, das neue Stück von Mischief uraufzuführen – den Machern des inzwischen legendären The Play That Goes Wrong. Es ist die letzte Aufzeichnungsnacht von Wibble The Dragon, und die Zeit drängt: In einer Stunde muss die Sendung im Kasten sein. Zu den üblichen Versprechern und einem zunehmend unruhigen Kinderpublikum taucht auch noch ein gescheiterter Schauspieler auf, fest entschlossen, Wibble den Drachen zu spielen. Es ist quasi The Kids Show That Goes Wrong – und falls es in der Pause ein bisschen überschätzt wirkt: keine Sorge. Henry Shields’ brillant geplottetes und strukturiertes Stück sollte in Kursen für Dramaturgie und Stückeschreiben Pflichtlektüre sein. In Akt Eins wird alles sorgfältig angelegt, und die zweite Hälfte ist eine herrlich-humorvolle Stunde, in der ein Pay-off auf den nächsten folgt. Der Clou: Wir erleben denselben Zeitabschnitt aus zwei Blickwinkeln – in Akt Eins aus dem Studio und der Regie, in Akt Zwei kommt zusätzlich der Erste-Hilfe-Raum dazu. Am Ende fügt sich alles zu einem entzückenden, meisterhaft ausgeführten Finale zusammen.

Harry Kershaw, Chris Leask, Tom Walker und Bryony Corrigan. Foto: Pamela Raith

Das Ensemble ist hervorragend, mit punktgenauem Timing – gut so, denn sonst könnte wirklich alles schiefgehen! Fans von Jonathan Pie werden Tom Walker lieben, der als verbitterter, zynischer Regisseur Andy ein paar köstliche Tiraden abliefert. Harry Kershaw ist als Autor Sean ein brillantes Bündel aus Frust, und Eboni Dixon sorgt sehr wirkungsvoll dafür, dass alle ihre Figur Pam überhaupt wahrnehmen. Doch Greg Tannahills Ersthelfer Kevin stiehlt die Show: Seine Szene im zweiten Akt ist ein Stück im Stück – voll wunderbarer Slapstick- und Körperkomik. Gareth Tempest ist großartig als Wibble-Abgewiesener David Cooper-Brown, und Adam Byron gibt den verblendeten Shakespeare-Schauspieler Anthony herrlich over the top. Ohne etwas vom Plot zu verraten: Die Körperkomik von Chris Leasks „T‑Rex“-Wibble brachte mich dazu, Lachtränen wegzuwischen.

Mischief-Fans wissen, dass sich in ihre Arbeiten in letzter Zeit eine gewisse Dunkelheit eingeschlichen hat, und die Motivation für Davids Rache wirkt anfangs etwas hineingezwängt – auch wenn sie später einige berührende Momente ermöglicht. Mitunter fühlt es sich wie aufgeschobene Belohnung an, als würde sich die Show in der ersten Hälfte sehr zurückhalten. Aber zerdenkt es nicht zu sehr – schnallt euch an für die Achterbahnfahrt. „Forget your troubles, c’mon get happy“ ist geradezu ein kleines Mantra im Vereinigten Königreich, während wir versuchen, dem ständigen Trommelfeuer schlechter Nachrichten zu entkommen. Wenn man gestern Abend das Publikum gehört hat: Diese Show macht wirklich glücklich – und der Buzz beim Rausgehen war greifbar. Dieses „Wrong“ fühlt sich sehr „Right“ an!!

Lesen Sie auch: First Look – Mischief Theatres Good Luck, Studio-Tour

 

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