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REZENSION: One Life Stand, Roundabout bei Summerhall, Edinburgh Fringe ✭✭✭
Veröffentlicht am
Von
pauldavies
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Paul T Davies bespricht One Life Stand im Roundabout at Summerhall beim Edinburgh Fringe.
Foto: Sarah Beth One Life Stand Roundabout at Summerhall, Edinburgh Fringe
20. August 2018
3 Sterne
Middle Child landete beim Fringe im vergangenen Jahr mit All We Ever Wanted Was Everything einen der Hits, und das Team kehrt nun mit dieser neuen Show zurück – geschrieben von Eve Nicol, mit Musik von James Frewer und Honeyblood. Die Reise durch eine nächtliche urbane Landschaft ist inzwischen ein etabliertes Genre, ebenso wie die Verschmelzung von Poesie, Musik und Text. Für mich bleibt Kate Tempest – und ihr Stück Wasted – weiterhin der Massstab, an dem sich vieles messen muss.
Kat fährt in die Stadt, doch die ständigen Kätzchen-Videos, die ihr ihr Freund Kit per Nachricht schickt, gehen ihr auf die Nerven. Sie hat eine aufregendere Möglichkeit: einen heimlichen Liebhaber. Auch er – auf dem Fahrrad durch die Stadt – trifft auf die Aussicht neuer Begegnungen mit einem Mädchen, das im Internet berühmt wurde, weil sie ein Video gepostet hat, in dem sie Sex mit ihrem Lehrer hat.
Tanya Loretta Dee, Edward Cole und Anna Michelson spielen dieses Gig-Theatre gekonnt, doch am Ende legt es einen weiten Weg zurück, um nur wenig zu erreichen. Dialogfetzen aus Werbung, Emotionen und Textnachrichten surren umher, bedeuten aber wenig. Dennoch gibt es einige wunderschöne poetische Momente, und besonders Cole treibt das Stück mit sprühender Energie voran. Trotzdem wirkt es für mich zu cool um seiner selbst willen – und würde davon profitieren, sich aus seiner engen Struktur zu befreien.
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