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KRITIK: Xanadu, Southwark Playhouse ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

danielcolemancooke

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Carly Anderson und das Ensemble von Xanadu. Xanadu

Southwark Playhouse

3. November

4 Sterne

Jahrelang war der Name Xanadu kulturelles Polonium. Die romantische Komödie aus den 1980ern war so unerträglich grauenhaft, dass sie John Wilson dazu inspirierte, die Razzies ins Leben zu rufen – die inzwischen berühmten Anti-Oscars für das Schlechteste, was das Kinojahr zu bieten hatte.

Umso weniger verwundert es, dass der Dramatiker Douglas Carter Beane zunächst ablehnte, ein Musical nach dem Film zu schreiben. Schliesslich liess er sich doch überreden – und das Ergebnis wurde überraschend zum Musical-Hit und brachte dem Stück zwei Tony-Nominierungen ein.

Die Handlung spannt den Bogen über zwei Venedigs – das mythische, antike Venedig und das Venedice Beach der 1980er in Kalifornien. Die griechische Muse Clio wird als Australierin Kira zur Erde geschickt, um die Kalifornier zu inspirieren. Sie wird von einem Fluch ihrer eifersüchtigen Schwestern heimgesucht, verliebt sich in den Künstler Sonny und hilft ihm, seinen Traum zu verwirklichen: eine Rollschuh-Disco zu eröffnen.

Carly Anderson und das Ensemble von Xanadu

Mein erster Eindruck von Xanadu war, dass es furchtbar sein würde – die Prämisse wirkte wackelig, und der Chor der „Schwestern“ war anfangs so schrill und laut, dass ich versucht war, mir ein Paar Skates zu schnappen und Richtung Ausgang zu rollen. Zu meiner grossen Erleichterung legte sich der Wahnsinn jedoch schnell, und die Figuren begannen, wirklich Kontur zu gewinnen.

Die Show ist das Campigste und Albernste, was ich dieses Jahr gesehen habe (und ich habe Biggins zwei Stunden lang in Drag bei West End Heroes erlebt). Die Musik ist so 80er wie ein Stock-Aitken-Waterman-Megamix, macht ihre geringe stilistische Vielfalt aber mit ihrem ansteckenden Bubblegum-Charme wett.

Samuel Edwards als Sonny

Carter Beanes energiegeladenes, selbstironisches Buch trägt das Publikum mit, indem es sich genüsslich in seiner eigenen Doofheit suhlt – und zugleich sein schärfster Kritiker ist. Überall finden sich Seitenhiebe auf den Originalfilm und Theater-Insiderwitze; besonders im finalen Showdown, wenn Melpomene ihre Partnerin Calliope wegen „Doppelbesetzung“ als abwesend erklärt, während die Darstellerin der Calliope im Hintergrund verlegen dreinschaut.

Xanadu hätte mit einer schwächeren Besetzung leicht ins Straucheln geraten können, doch die Leistungen sind durchweg erstklassig. Samuel Edwards und Carly Anderson sind als Sonny und Clio perfekt und erweisen sich als echte Vierfach-Talente (Singen, Tanzen, Spielen, Skaten!). Edwards ist als tapsiger Künstler aussergewöhnlich sympathisch, während Anderson aus ihrem breiten australischen Akzent jede Menge Komik herauskitzelt.

Im übrigen Ensemble überzeugt Alison Jiear mit einer kraftvollen Stimme als intrigante Melpomene, Muse der Tragödie. Lizzy Connolly ist als ihre Komplizin Calliope herrlich böse und urkomisch; Connolly besitzt ein besonderes Gespür für unterhaltsame Mimik und präzises komödiantisches Timing und entwickelt sich zur hervorragenden Charakterdarstellerin.

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