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DEMÄCHST: Ich habe ein ungutes Gefühl bei der Sache, Vaults Festival
Veröffentlicht am
Von
julianeaves
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Ich habe ein ungutes Gefühl dabei
House of Blakewell,
Vaults Festival
21.–25. Februar 2018
Jetzt buchen Für diejenigen unter uns, die noch HOB-Neulinge sind, ist die Aussicht, endlich die Geheimnisse dieses Fringe-Kults zu entdecken, ausgesprochen verlockend. Und in diesem Jahr kehren die Vaults-Fest-Stammgäste mit einer neuen Show, neuen Songs und neuem Material zurück – sie sprechen damit neues Publikum an und halten zugleich ihre wachsende Fangemeinde bei Laune. Als „Cabaret-Musical“ angekündigt und geschmückt mit Lorbeerkränzen aus früheren Produktionen, startet das jüngste Werk von Harry Blake und Alice Keedwell am 21. Februar und dürfte ein echter Publikumsmagnet werden. Das Duo nahm sich zwischen Proben – und dem Leben – kurz Zeit, um mit mir darüber zu sprechen.
Harry komponiert die Musik und Alice schreibt Lyrics und Text, wobei es zwischen den beiden offenbar eine Menge Geben und Nehmen gibt. Doch erst sein trockener, an Neil Tennant erinnernder Stoizismus und ihre überschäumende, frech grinsende Ausstrahlung ergeben den eigentlichen Stil des Acts: Er scheint etwas Ernstes und Bedeutungsvolles anbieten zu wollen, während sie ganz eindeutig einfach nur auf die sprichwörtlich gute Zeit aus ist. Und dennoch steckt in ihrem facettenreichen Ansatz viel Raffinesse – um nicht zu sagen: Komplexität. Formen und Farben werden großzügig von überallher entliehen und zu einer vielschichtigen Palette in ihrem Repertoire verwoben. Nicht umsonst hat die innovative Produzentin Vicky Graham sie bei früheren Shows unter ihre Fittiche genommen. In diesem Jahr übernimmt Newcomerin Hannah Elsy die Verantwortung, doch der Rest des Teams – Regisseurin Valentina Ceschi und Choreografin Jennifer Fletcher – ist weiterhin dabei, um den „House Style“ zu bewahren. Für das Lichtdesign zeichnet Richard Williamson verantwortlich: Ich wüsste zu gern, wer hinter ihren Bühnenbildern steckt, die immer wieder so faszinierend anders sind.
Wie viele Köpfe hinter musikalischer Unterhaltung schöpfen heute zugleich aus Disney und Tom Lehrer? Nun – diese beiden tun es. Nachdem sie sich mit einer Reihe eigenständiger Stücke bewiesen haben, zieht es sie zunehmend zu erzählerischen Formen – allerdings stets mit einem unerwarteten Dreh. In dieser Show etwa wird uns ein „Waitrose-Ballett“ versprochen. Da gerät man ins Staunen. Außerdem erstreckt sich das musikalische Terrain durch das Chill-out-Land der 90er, mit Einflüssen von Aphex Twin, und reicht bis in die Ausläufer von „Les Mis“ und „Wicked“ hinein. Das ist Harrys Background, zu dem auch Stationen gehören, in denen er Musik für das West Yorks Playhouse geschrieben hat. Alice steht eher auf der Bühne – zuletzt in der wunderbaren Watermill-Produktion von „A Little Night Music“.
Mit solchen Referenzen im Rücken sind sie ganz offensichtlich weit mehr als ein durchschnittlicher Comedy-Act. Ich freue mich sehr darauf, herauszufinden, wie besonders sie wirklich sind.
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