NACHRICHTEN
KRITIK: Gypsy Queen, Assembly Front Room, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭
Veröffentlicht am
16. August 2017
Von
pauldavies
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Gypsy Queen
Assembly Front Room.
11. August 2017
4 Sterne
Es gibt viele Schränke, in denen Menschen sich verstecken und leben – doch Bare-Knuckle-Fighting und Boxen gehören wohl zu den härtesten Welten, in denen man seine Homosexualität navigieren muss. Teilweise als Reaktion auf homophobe Kommentare von Tyson Fury entwickelt, beleuchtet dieses Stück die Beziehung zwischen Gorgeous George, einem Bare-Knuckle-Kämpfer, und dem schwulen Boxer Dane Sampson.
Obwohl Dane offen schwul ist, ist das keineswegs eine durchweg akzeptierende Welt, und das Stück erkundet Haltungen und Liebe sehr überzeugend. Die Hope Theatre Company hat ein ungemein fesselndes Werk geschaffen, und Regisseur Adam Zane hält das Geschehen flüssig und mitreißend. Während Rob Ward als George Härte und Verletzlichkeit gleichermaßen verkörpert, wird er perfekt ergänzt von Ryan Claytons scheinbar selbstbewussterem Dane. Die beiden stellen zudem jedes weitere Mitglied der Geschichte dar – und es gibt vieles zu genießen, besonders George’ Mutter, die mit dem ein oder anderen C-Wort um sich wirft, ist ein echtes Highlight!
Mit etwas mehr Körperlichkeit hätte man uns noch tiefer in diese Welt ziehen können, und das Ende empfand ich ein wenig konstruiert – es wirkt, als hätte man sich das nicht ganz verdient. Dennoch ist es großartig, Darsteller zu sehen, die sich mit ihren Körpern und dem Thema vollkommen wohlfühlen, und diese Show würde ich definitiv auf eure Unbedingt-ansehen-Liste setzen.
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