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KRITIK: Kinky Boots, London Cast Aufnahme ✭✭✭✭
Veröffentlicht am
Von
douglasmayo
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Kinky Boots
Londoner Cast-Aufnahme
Sony Music Classical
Exemplar kaufen Nach dem Erfolg bei den diesjährigen Olivier Awards ist die Londoner Cast-Aufnahme von Kinky Boots nun erschienen. Wie bei etlichen Cast-Alben, die in letzter Zeit begleitend zu West-End-Produktionen veröffentlicht wurden (Made In Dagenham und Legally Blonde unter anderem), wurde dieses Album live im Adelphi Theatre über mehrere Vorstellungen hinweg mit Publikum im Saal aufgenommen.
Eine Live-Aufnahme kann bei der Aufnahme von Bühnenmusicals einige Vorteile haben. Ich habe studioaufgenommene Cast-Alben gehört, bei denen in der Jagd nach der perfekten Aufnahme der Seele der Show im Studio buchstäblich der Zahn gezogen wurde. Bei dieser Aufnahme von Kinky Boots wirkt sich das Live-Setting eindeutig zugunsten der Show aus – man bekommt wirklich ein Gefühl für das Erlebnis im Theater. Außerdem bleibt wichtiger Dialog mitten in manchen Nummern erhalten, der Kontext liefert – und genau das ist für mich eines der Dinge, die eine gute Cast-Aufnahme ausmachen. Das verleiht Kinky Boots eine raue, energiegeladene Note und bringt den Auftritten dieses großartigen Ensembles richtig Magie.
Matt Henry als Lola und Killian Donnelly als Charlie funkeln auf dieser Aufnahme – besonders in Not My Father’s Son. Beide Darsteller sind beeindruckende Talente, und das explodiert in Nummern wie Hold Me In Your Heart und Step One. Amy Lennox’ großartige Darbietung von The History Of Wrong Guys ist hier in voller Pracht eingefangen. Eine Performance, die Lennox endgültig als eine der prägenden Größen des West-End-Musicaltheaters etabliert hat. Dieses Cast-Album gibt den Hörerinnen und Hörern außerdem die Chance, wirklich auf einige der Texte zu achten – etwa in Sex Is In The Heel, die in der Inszenierung leicht untergehen können. Das Londoner Cast-Album wird nicht von den wackligen Akzenten belastet, die das Broadway-Album plagen, legt aber dennoch einige Schwächen im Dialog offen – die Einführung zu Take What You Got ist dafür ein gutes Beispiel. Kinky Boots wirkt nach wie vor wie eine Show über Briten, geschrieben von Amerikanern; Anspielungen wie „London Town“ bringen mich immer noch zur Weißglut. Beide Finalnummern der Akte fangen die Wucht von Kinky Boots ein, besonders der Act-Two-Closer Raise You Up/ Just Be. Einer der Vorteile, wenn Cyndi Lauper die Musik schreibt, ist, dass ein Cast-Album wie Kinky Boots auch ein zweites Leben als Album haben kann – ganz ohne Show-Kontext. In dieser Hinsicht kann ich mir gut vorstellen, dass die Cast-Aufnahme von Kinky Boots eine überzeugende Visitenkarte ist, die vielleicht sogar Nicht-Musicalfans dazu bringt, sich ein Ticket zu kaufen. Bei mir hat das jedenfalls funktioniert, während ich dieses Album für die Besprechung rauf und runter gehört habe. EXEMPLAR VON KINKY BOOTS BEI AMAZON.CO.UK KAUFEN MEHR ÜBER KINKY BOOTS ERFAHREN | JETZT TICKETS FÜR KINKY BOOTS BUCHEN
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