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REZENSION: Let It Be, Garrick Theatre ✭✭✭✭
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Von
douglasmayo
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Die Besetzung von Let It Be. Foto: Chantal Gilbert
Manchmal frage ich mich, ob Lennon und McCartney ganz am Anfang ihrer Karrieren irgendeine Ahnung davon hatten, welche Magie ihre Songwriting-Partnerschaft entfalten würde – oder wie sehr ihre Songs noch viele Jahrzehnte nach ihrer Entstehung weltweit nachhallen würden.
Let It Be ist eine musikalische Hommage an die Beatles und die unzähligen, großartigen Hits, die sie in dem Jahrzehnt von 1960 bis 1970 aufgenommen haben. Die Show unternimmt gar nicht erst den Versuch, ein Jukebox-Musical mit biografischen Einschüben zu sein; stattdessen serviert sie dem Publikum eine weitgehend chronologische Hit-Parade – ein Festmahl, wie es keine andere Popband je wieder erreichen wird. Der Schlüssel zur Magie von Let It Be liegt im Ensemble der Musiker, die die Band selbst verkörpern. Paul Canning (Lennon), Emanuele Angeletti (McCartney), John Brosnan (Harrison) und Luke Roberts (Starr) sind Vollblutmusiker und präsentieren dieses Werk mit Sorgfalt und einer ordentlichen Portion Energie. Michael Bramwell an den Keyboards mischt ebenfalls mit und ergänzt einige der Streicher-Sounds, die die Gruppe bei manchen ihrer Hits so wirkungsvoll eingesetzt hat. Duncan McLean sorgt dafür, dass Let It Be schlicht, aber äußerst effektiv auf die Bühne gebracht wird. Diese fantastischen Musiker liefern Abend für Abend ein Repertoire, das unter vielen, vielen anderen All You Need Is Love, Blackbird, Eleanor Rigby, Get Back, Help, Hey Jude, Let It Be, Penny Lane, Please Please Me, Ticket To Ride, Twist And Shout und Yesterday umfasst. Während die meisten Musicals froh sind, ein oder zwei Hits zu haben, bringt es Let It Be auf über vierzig! Einen festen Text scheint es nicht zu geben – nur lockeres Geplänkel zwischen Band und Publikum. Zusammen mit einigen Videoeinspielungen im Stil der Zeit (ebenfalls von Duncan McLean) wird so sichergestellt, dass Let It Be schlicht, aber wirkungsvoll inszeniert ist. Regisseur und Musical Supervisor John Maher hat dafür gesorgt, dass die Musik bei Let It Be stets im Mittelpunkt steht. Gemeinsam mit Sounddesigner Gareth Owen stellen sie sicher, dass wirklich jedes Wort und jede Note von Let It Be kristallklar beim Publikum ankommt. Eine kleine Warnung: Gehen Sie nicht in Let It Be, wenn Ihre Vorstellung von Theater bedeutet, schweigend dazusitzen und nur zuzuschauen. Die Produzenten machen von Beginn an unmissverständlich klar, dass Fotografieren ausdrücklich erwünscht ist (ich habe oben ein Foto eingefügt, das meine Begleitung an diesem Abend aufgenommen hat), und die Darsteller sorgen bei jeder Gelegenheit dafür, dass das Publikum aufsteht und tanzt. Am Premierenabend reagierte der Saal mit spürbarer Begeisterung. Let It Be ist ein zweistündiger Hit-Marathon. Kein einziger Song ist ein Aussetzer – jeder einzelne ein Klassiker. Zuschauerinnen und Zuschauer zwischen 16 und 70 standen auf, sangen mit und hatten sichtlich Spaß. Was könnte man sich für einen Abend im West End mehr wünschen? Let It Be läuft derzeit im Garrick Theatre. Tickets online buchen.
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