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REZENSION: Meister des Makabren, The Vaults Waterloo ✭✭

Veröffentlicht am

Von

Leitartikel

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Foto: Jack Sain Master of the Macabre

The Vaults, Waterloo

13. Okt. 2015

2 Sterne.

Rezension von James Garden

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Master of the Macabre, derzeit bis zum 1. November im The Vaults Theatre zu sehen, ist ein eigenartiger und unterhaltsamer Abend. Unterwegs gibt es ein paar nette Schreckmomente und Tricks, aber letztlich bleibt die Show in Bezug auf Handlung und Umsetzung eher blass.

Der Magier, der unter dem Pseudonym Benedict Barber auftritt, ist in seinem Metier eindeutig versiert (sein Brotjob ist offenbar bei einem großen Telekommunikationsunternehmen, doch er hat sich drei Monate Auszeit genommen, um diese Show zu proben und zu spielen). Als Magier ist er absolut glaubwürdig – als Performer jedoch unterläuft ihm ein entscheidender Fehler. Der glasige „makabre“ Blick funktioniert bei Erwachsenen nicht besonders gut, weil er einerseits zu viel verrät und andererseits zu wenig anbietet. Sobald wir seinen weit aufgerissenen Blick sehen und er in den ersten fünf Minuten seinen „eineiigen Zwilling“ erwähnt, kennen wir die große Überraschungswendung, noch bevor sie passiert.

Ganz allein kann man ihm das natürlich nicht anlasten: Es gibt einen Regisseur und einen Autor, die dafür sorgen sollten, dass diese Show funktioniert – tut sie aber nicht. Ein Autor müsste doch wissen, wie man dramatische Fragen aufbaut und steigert; dieses Handwerkszeug scheint hier jedoch abhandengekommen zu sein. Und beim Regisseur ist es ähnlich – wir schlagen uns nie auf die Seite der Figur, weil diese weitäugige, pantomimische Entscheidung alles auf eine einzige Note reduziert.

Die besten Magier – genau wie die besten One-Man-Shows – nehmen das Publikum mit auf eine Reise, zumindest emotional, und knüpfen einen wunderbaren Knoten aus Geschichte. Wenn sich dann zeigt, dass dieser Knoten eigentlich eine Schlinge ist, die uns allen um den Hals liegt, und man „oh, ****“ denkt, ist das ein herzrasender Moment voller Nervenkitzel. Wenn ihr schon auf „crazy“ setzt und euch Theaterkritiken einladet, dann gebt uns einen Hannibal Lecter, der jenseits von Seite und Leinwand in unseren Köpfen tanzt – nicht eine Annäherung an Bela Lugosi als TV-Moderator.

Das soll nicht heißen, dass seine Magie nicht überzeugend wäre. Das, was er tatsächlich an Zauberei zeigt, ist sehr cool, unterhaltsam und lässt einen wirklich fragen: „Wie hat er das gemacht?“

Die Macher dieser Show – der Performer spricht von seinem „dunklen“ Zugang zur Magie –, aber wir leben in einer Welt, in der uns Regierungen täglich mit Schreckgespenstern heimsuchen. Um uns wirklich zu erschrecken, gerade bei Zauberei, müsst ihr uns erst auf eure Seite ziehen. Benedict Barber und sein Team schaffen das leider nicht. Wenn ihr ein paar richtig gute Tricks sehen wollt, lohnt sich der Besuch. Wenn ihr jedoch Angst haben – und genau daran Vergnügen finden – wollt, macht lieber etwas anderes.

Master Of The Macabre läuft im The Vaults in Waterloo bis zum 1. November 2015

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