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KRITIK: Run Rebel, Mercury Theatre Colchester ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

6. März 2023

Von

pauldavies

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Paul T Davies bespricht Run Rebel, eine Koproduktion von Pilot Theatre und dem Mercury Theatre Colchester.

Die Besetzung von Run Rebel. Foto: Pamela Raith Run Rebel Mercury Theatre

3. März 2023

4 Sterne

Tourdaten Diese Koproduktion von Pilot Theatre und dem Mercury vereint all die Elemente, die man inzwischen von Pilots Literaturadaptionen erwartet: hohes Tempo, hervorragende Körperarbeit und starkes Storytelling. Nach ihrem Roman von Manjeet Mann für die Bühne bearbeitet, steht im Zentrum Amber, die sich nur dann wirklich frei fühlt, wenn sie läuft – ihr Ventil aus einem schwierigen Zuhause: ein alkoholkranker Vater, der Liebe und Zuneigung verweigert, ihre Mutter schlägt; weder er noch ihre Mutter sprechen Englisch, beide schlagen sich im System aus Sozialleistungen und schlecht bezahlter Arbeit irgendwie durch.  Amber fürchtet und erwartet eine arrangierte Ehe – wie ihre Schwester Ruby –, doch während sie sich durch die turbulenten Teenagerjahre manövriert, will sie mehr für sich und ihre Mutter. Auch wenn es zunächst so wirkt, als würde das Ganze überwältigend tragisch werden, liegt die Stärke des Abends in seinem Optimismus: Dank einer inspirierenden Lehrkraft startet Amber eine Revolution.

Asha Kingsley als Surinder. Foto:- Pamela Raith

Ein starkes Ensemble findet perfekte Synergie in Debbie Durus ausgezeichnetem Bühnen- und Kostümbild: eine Laufbahn, Schule, Zuhause sowie wirkungsvolle Projektionen des Video-Designers Ben Glover. Jessica Kaur trifft Ambers Verletzlichkeit und wachsende Stärke punktgenau – das Publikum ist von Beginn an auf ihrer Seite. Asha Kingsley spielt ihre Mutter Surinder berührend, besonders in dem Moment, in dem sie lernt, ihren Namen auf Englisch zu schreiben, und Pushpinder Chani ist als Vater eine düster schwelende Bedrohung, macht ihn aber zugleich menschlich genug, dass wir verstehen, wie seine verletzte Kindheit einen tiefen, schädlichen Schatten auf sein Leben geworfen hat. Simran Kular überzeugt mit herausragendem Multi-Rolling als Ruby, als rebellische und inspirierende Beena und in weiteren Rollen des Ensembles; ebenso Hannah Millward und Kiran Raywilliams, besonders als Love Interest David. Einer der vielen Höhepunkte dieser Inszenierung ist, dass Amber, wenn sie Freude erlebt, fragt, ob sie die Sequenz wiederholen darf – und gegen Ende löst das Jubelrufe im Zuschauerraum aus!

Die Besetzung von Run Rebel. Foto: Pamela Raith

Mein einziger kleiner Einwand: Die Artikulation ging manchmal verloren, besonders bei den jüngeren Ensemblemitgliedern. Doch Regisseurin Tessa Walker hat eine anregende, gut getaktete Produktion geschaffen (Wortspiel beabsichtigt), die mitreißend und spannend ist – und ein Abend für alle, nicht nur für die anvisierte Zielgruppe. Jetzt geht die Produktion auf Tour – also nicht an euch vorbeilaufen lassen!

Tourdaten: Pilot Theatre

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