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KRITIK: Tommy, New Wolsey Theatre ✭✭✭✭✭

Veröffentlicht am

5. April 2017

Von

pauldavies

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Julian Capolei, William Grint und Matthew Jacobs Morgan in Tommy. Tommy

New Wolsey Theatre

4. April 2017

5 Sterne

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Ramps on the Moon ist ein groß angelegtes landesweites Projekt, entstanden aus einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem New Wolsey Theatre und Graeae, einer von behinderten Künstler*innen geleiteten Theaterkompanie. Ich habe noch sehr schöne Erinnerungen an ihre bewusst altmodische „Dreigroschenoper“ an diesem Haus vor ein paar Jahren – und Tommy enttäuscht nicht. Die Geschichte des tauben, stummen und blinden Jungen, der verdammt gut Flipper spielt, passt perfekt zu dieser Kompanie: Sie erobert die Wolsey-Bühne im Sturm und lädt die Atmosphäre mit elektrisierender Energie auf. Mit einer großartigen Band und hervorragendem Gesang ist die Inszenierung von Kerry Michael erstklassig geführt, und das Bühnenbild von Neil Irish ist verblüffend – es enthüllt im Verlauf immer neue Überraschungen, darunter als Höhepunkt ein riesiger Flipperautomat, der aus Stühlen gebaut ist.

Shekinah McFarlane, Lukus Alexander, Julian Capolei und Natasha Julien in Tommy

Tommy wird als Kind traumatisiert, als er mitansehen muss, wie sein Stiefvater seinen Vater ermordet, und zieht sich in eine Welt zurück, in der er weder spricht noch hört – bis der Spiegel zersplittert und er frei wird, der Pinball Wizard zu sein. Als Tommy ist William Grint mal herzzerreißend berührend, dann wieder ein starker Anführer; er reagiert wunderbar auf den Missbrauch und die Schrecken, die er erlebt. Als Captain Walker besitzt Max Runham eine hervorragende Stimme, und die Verbindung zwischen ihm und Tommy ist unglaublich stark. Herausragend sind Donna Mullings als Nora und Shekinah McFarlane als Noras Stimme (Gänsehaut-Vocals) sowie Alim Jayda als Frank – und Garry Robson als angenehm schmieriger Onkel Ernie. Und gerade wenn man das großartige Ensemble ohnehin schon feiert, stolziert Peter Straker als Acid Queen auf die Bühne und reißt das Haus ab.

Max Runham als Captain Walker und die Kompanie von Tommy.

Das Tempo ist ausgezeichnet, und auch wenn das Musical selbst in der zweiten Hälfte etwas nachlässt und vielleicht nicht die emotionale Wucht anderer Shows erreicht, wird Tommys Aufstieg und Fall als Guru und Christusfigur sehr überzeugend erzählt.  In der Pressenacht hatten einige technische Details noch nicht ganz mit der Energie des Ensembles Schritt gehalten – das dürfte aber sehr bald nahtlos sitzen. Die Show beginnt mit einer Montage von Bildern aus dem heutigen Leben behinderter Menschen, darunter Trumps Verspottung eines behinderten Reporters und die Folgen der verheerenden Sozialkürzungen der Tories – und führt dann zurück durch die Zeit und die jeweiligen Haltungen. Wir werden wohl ein neues Wort für „behindert“ finden müssen, denn diese Kompanie hält dem Präsidenten diesen Begriff schonungslos vor. Das ist eine wunderbare Produktion – fühlt sie, hört sie, aber vor allem: SEHT SIE EUCH AN!

Fotos: Mike Kwasniak

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