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REZENSION: Bloody Elle, Traverse Theatre, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭✭
Veröffentlicht am
Von
pauldavies
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Paul T Davies rezensiert Bloody Elle, derzeit im Traverse Theatre im Rahmen des Edinburgh Fringe
Lauryn Redding. Foto: Lottie Amor Bloody Elle
Traverse Theatre, Edinburgh
5 Sterne
So sieht Gig-Theatre in Bestform aus. Geschrieben, komponiert und gespielt von Lauryn Redding: Ihre Musik ist erzählerisch wie musikalisch einfach wunderschön. Als Elle Eve begegnet – einer Studentin, die im Sommer neben Elle bei Chip and Dips arbeitet –, passiert das Unerwartete: Liebe. Elles Welt wird komplett auf den Kopf gestellt. Es ist eine Arbeiter*innen-Geschichte von einer Künstlerin aus einem Arbeiter*innen-Milieu – Stimmen, die im Theater leider immer noch viel zu selten sind. Elle lebt im zehnten Stock eines Hochhauses. Eve ist auf dem Weg an die Universität Oxford, um Medizin zu studieren. Die Inszenierung macht deutlich, wie sehr das Klassensystem echte Chancen blockiert, damit eine Beziehung wie diese überhaupt Bestand haben kann. Redding ist aussergewöhnlich: Sie spielt sämtliche Rollen mit Leichtigkeit, ist nahbar und warm und nimmt das Publikum mit ihrer Persönlichkeit ganz selbstverständlich für sich ein. Es ist eine wunderbare Coming-of-Age- und Coming-out-Geschichte, die Jubel aus dem Saal bekommt, während wir unseren Stolz teilen. Witzig, berührend, grossartig. Geht diese Reise mit Elle. 10.–14., 16.–21. und 23.–28. August
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