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KRITIK: Gals Aloud, Weihnachten im Leicester Square Spiegeltent ✭✭✭✭
Veröffentlicht am
Von
douglasmayo
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Douglas Mayo rezensiert Gals Aloud im Leicester Square Spiegeltent im Rahmen von Christmas In Leicester Square.
Gals Aloud
Christmas In Leicester Square
21. November 2018
4 Sterne
Gals Aloud – nicht die Tucking-Variante – ist Teil des Programms von Christmas In Leicester Square. Es ist wohl ein Zeichen der Zeit, dass man sich im November dabei wiederfindet, eine Show als Teil des Christmas-In-Leicester-Square-Programms zu besprechen! Doch an einem nassen Londoner Abend machte ich mich auf den Weg, um diese Drag-Satire auf die britische Popgruppe Girls Aloud zu sehen.
In einer hektischen One-Act-Hommage werden Cheryl, Nadine, Sarah, Nicola und Kimberley auf Herz und Nieren geprüft – und von dieser herrlichen Produktion gnadenlos auf die Schippe genommen. Noch erstaunlicher ist, dass in bester Drag-Tradition ein großer Teil der Show lip-synced ist – zu einer außergewöhnlich gut recherchierten und geschnittenen Tonspur der Girls selbst, die zwischen ihren Poptracks eingestreut ist. Girls Aloud mit ihren eigenen Worten zu Comedy-Gold zu machen, ist allein schon den Eintritt wert.
Kombiniert man das mit einer Choreografie von Cheryl Hole und Demi Noire, die das Wesen von Girls Aloud einfängt und großzügig Humor darüber gießt, bekommt man eine Vorstellung davon, was einen bei Gals Aloud erwartet.
Es gibt großartige Gruppennummern; anschließend bekommt jede der „Girls“ nacheinander ihren Solo-Moment im Rampenlicht: Nadine (gespielt von HERR), Cheryl (gespielt von Cheryl Hole), Nicola (gespielt von Seriah Sis), Sarah (gespielt von Margo Marshall) und Kimberley (Ophelia Love) – jede Figur wird vom Drag-Artist und Regisseur Christopher D Clegg gnadenlos aufs Korn genommen.
Der Großteil von Gals Aloud ist lip-synced, und das macht Spaß – aber so richtig zu sich findet die Show, wenn Kimberley mehrfach versucht, zu glänzen. Sobald sie die Chance bekommt, in Echtzeit mit dem Publikum zu interagieren und I’ll Stand By You zu singen, erweckt Ophelia Love (die einfach nur glücklich ist, hier zu sein) den Abend zum Leben – für mich eindeutig ein Highlight. So sehr ich die Lip-Sync-Tonspur durchgehend genossen habe: Ein bisschen mehr Live-Performance (zumindest für mich) hätte nicht geschadet.
Gals Aloud ist ein freches, kurzweiliges Frühabendvergnügen, und das Publikum war die ganze Zeit voll dabei. Weihnachtlich ist es kein bisschen – aber dafür macht es einen Riesenspaß!
Wieder ab 5. Januar 2019
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