Seit 1999

Vertraute Nachrichten & Rezensionen

26

Jahre

Das Beste des britischen Theaters

Offizielle Eintrittskarten

Wählen Sie Ihre Plätze

Seit 1999

Vertraute Nachrichten & Rezensionen

26

Jahre

Das Beste des britischen Theaters

Offizielle Eintrittskarten

Wählen Sie Ihre Plätze

  • Seit 1999

    Vertrauenswürdige Nachrichten & Rezensionen

  • 26

    Jahre

    Das Beste des britischen Theaters

  • Offizielle Eintrittskarten

  • Wählen Sie Ihre Plätze

KRITIK: Almost, Maine. Park Theatre ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

Share

Almost, Maine

Park Theatre, London

4 Sterne

John Carianis Stück Almost, Maine zählt inzwischen zu den am häufigsten gespielten Dramen in den USA. Mit seinem liebenswerten Charme traf es bei professionellen wie auch bei Amateur-Ensembles ins Schwarze – einschliesslich einer Off-Broadway-Spielzeit. Nach der Uraufführung in Portland, Maine, vor über zehn Jahren hat Cariani den Text für eine neue Fassung überarbeitet, die nun im Park Theatre in London ihre internationale Premiere feiert.

Die Theatercompagnie Go People hat ein starkes sechsköpfiges Ensemble zusammengestellt, das 19 Figuren in der fast-realen Kleinstadt Almost im Norden von Maine verkörpert – einem überraschend grossen Bundesstaat, der zu 90 Prozent aus Wald besteht und nur rund 40 Einwohner pro Quadratmeile hat. Das Stück setzt sich aus neun locker miteinander verbundenen Vignetten zusammen, die alle um neun Uhr an demselben Freitagabend tief im Winter spielen. Eine Reihe von Paaren findet zusammen, trennt sich, kommt wieder zueinander und navigiert im Grunde die Herausforderungen von Liebe und Beziehungen.

Die Grundidee: Das Erscheinen der Polarlichter am Himmel über Maine bringt die sonst bodenständigen Neuengland-Leute dazu, sich ungewohnt zu verhalten – elektrisiert, so wie Elektronen Atome anregen und damit die fabelhaft wandernden Lichtbänder der Aurora Borealis erzeugen. Heraus kommt ein Stück, das von magischem Realismus durchzogen ist: Ein Kuss kann heilen und verwandeln, Liebe wird greifbar, und Menschen können buchstäblich ineinander „fallen“.

Trotz all der Magie liegt in Simon Evans’ Inszenierung ein ausgeprägtes Ortsgefühl – schon beim Betreten des Zuschauerraums liegt der Duft von Kiefernwäldern in der Luft. Amy Jane Cooks schlichtes Bühnenbild fängt die klare Winternacht ein: Kiefern, ein schneeweisser Boden; dazu dienen Packkisten als Möbel und Requisiten.

In dem starken Ensemble aus Hamish Clark, Lucy Eaton, Ian Keir Attard, Melanie Heslop, Patrick Walshe Mcbride und Susan Stanley gibt es kein schwaches Glied. Sie spielen die magischen, beinahe mystischen Elemente des Stücks, als wäre das das Natürlichste der Welt – und bewahren es so davor, zu niedlich oder übermässig sentimental zu werden. Klug und fantasievoll gebaut ist Almost, Maine ein beglückender Abend, der selbst die kältesten Herzen in diesem Winter wärmen dürfte.

Almost, Maine läuft bis zum 17. Januar. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Park Theatre.

Diesen Artikel teilen:

Diesen Artikel teilen:

Erhalten Sie das Beste des britischen Theaters direkt in Ihr Postfach

Seien Sie die Ersten, die sich die besten Tickets, exklusive Angebote und die neuesten Nachrichten aus dem West End sichern.

Sie können sich jederzeit abmelden. Datenschutzrichtlinie

FOLGEN SIE UNS