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REZENSION: Drip Feed, Assembly George Square Theatre, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Mark Ludmon bespricht Karen Cogans neues Stück Drip Feed im Assembly George Square Theatre beim Edinburgh Fringe und im Soho Theatre in London

Foto: Aly Wight Drip Feed George Square Assembly Theatre, Edinburgh Fringe

Vier Sterne

Verkatert sitzt Brenda auf einem schäbigen Schlafsofa – und kommt nicht voran. Es fällt ihr ebenso schwer, dem Ort zu entkommen, in dem sie aufgewachsen ist, wie über das Ende ihrer letzten Beziehung hinwegzukommen. In ihrem neuen Stück Drip Feed erzählt Karen Cogan die Geschichte einer verlorenen Seele im eng verbundenen Cork der 1990er-Jahre, die zwischen einem öden Job ohne Perspektive und durchzechten Nächten mit ihrer besten Freundin Veronica hin und her taumelt. Mit 34 stellt sich Brenda endlich der Frage, wo ihr Leben gelandet ist – und wie sie weitermachen kann.

Unter der Regie von Oonagh Murphy steckt Drip Feed voller trockenem, schwarzem Humor – getragen von einer starken, mitreißenden Solo-Performance von Cogan selbst. Brendas Geschichte beginnt damit, dass sie sich vor dem Haus ihrer Ex-Freundin Olivia versteckt, wacklig auf einer Mülltonne balancierend; genau diese Art von lebendigem Detail macht den Reiz der Erzählung aus. In der Sprache liegt eine raue Schönheit, die bisweilen in poetische Lyrik kippt und zugleich mit schonungsloser Ehrlichkeit von den Höhen und Tiefen in Brendas Leben spricht.

Produziert vom Soho Theatre und der Theatercompagnie Fishamble, ist Drip Feed sehr komisch und verhandelt dabei auf unaufdringliche Weise dunklere Themen wie Obsession, psychische Erkrankungen und Verlust. Brenda streift ihre queere Identität und die gelegentliche Homophobie, der sie begegnet – doch im Kern geht es um eine Frau, die sich dem Wandel stellt und versucht, sich eine hoffnungsvollere Zukunft aufzubauen.

Beim Edinburgh Fringe bis 26. August 2018 und im Soho Theatre, London, vom 24. September bis 20. Oktober 2018




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