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KRITIK: Federn im Schnee, Southwark Playhouse ✭✭✭✭

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Leitartikel

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In einem emotionalen Abschied vom Spielort am London Bridge entdeckt Phil Matthews in Philip Ridleys Familienstück eine fesselnde Botschaft der Hoffnung.

Ob jede Entscheidung gut oder schlecht ist, wird erst die Zeit zeigen. Lena steht oben auf ihrem Lieblingshügel unter den Sternen. Sie muss eine Wahl treffen. Sie hatte reichlich Zeit, sich zu entscheiden. Wen wird sie heiraten? Es ist jetzt oder nie.

Entscheidet sie sich für Craig Vyes kräftigen Jared? Schliesslich wird sein muskulöser Körperbau ihr ein Haus bauen und sie beschützen. Und er ist auch ziemlich sexy. Oder wählt sie Stefan (Adam Venus), den gemütlichen Nerd, der ihre Kinder mit Geschichten von Einhörnern und Drachen unterhalten wird? In welchem Bett Lena auch landet – ihre Entscheidung wird Folgen haben.

Philip Ridleys liebenswertes und unterhaltsames Familienstück steckt voller solcher Entscheidungen. Ob jede Entscheidung gut oder schlecht ist, wird erst die Zeit zeigen. Der Schmetterlingseffekt wird in Gang gesetzt: Manche Leben werden zerstört, andere bereichert.

Eine talentierte sechsköpfige Hauptbesetzung sowie versierte Mitglieder der Young Company des Southwark Playhouse spielen über 72 exzentrische Rollen – und das über einen Zeitraum von mehr als 500 Jahren. Ein sprechender Vogel, ein Leopard und ein ziemlich gewissenloser Delfin machen daraus eine mitreissende, energiegeladene Show voller Schwung und Verve. Das Ensemble geniesst Ridleys poetische Sprache („Deine Worte sind wie Ameisen in meinen Ohren“) und wird von David Mercatali hervorragend geführt.

Matthew Hendricksons enorme Bandbreite ist unübersehbar, wenn er ein Potpourri an Rollen übernimmt – oft in Windeseile. Sein Koch und der Erste Offizielle Historiker von Blazerbirdia sind allein den Eintritt wert. Adam Venus überzeugt in seinen Auftritten ebenso, besonders als der schillernde und sehr komische Blazerbird. Doch es ist Nelly Harker, die dem Stück echte emotionale Wahrhaftigkeit verleiht. Ihre Darstellung der Lena verankert die magische Geschichte – getragen von einer präzisen, nuancierten und durchweg versierten Leistung.

Ridley erschafft eine Welt aus Prägung, Angst, Glauben, Opfer, Freiheit, Jubel, Stärke, Schwäche, Liebe und Hass. Alles ist da.

Feathers in the Snow sagt, wir müssen unsere Entscheidungen annehmen, wie auch immer sie ausfallen: „Im Leben geht es darum, vorwärtszugehen – ganz gleich, wie gross das Risiko ist.“  Die Show gipfelt in einer mitreissenden Musiknummer, gesungen vom gesamten Ensemble: „In jedem Schritt steckt Risiko, aber auch Liebe und Freundschaft.“ Passende Worte – denn dies wird die letzte Produktion in diesem Haus sein, bevor es in eine Übergangsspielstätte umzieht.

Fans wie Neulinge sollten sich unbedingt sofort ein Ticket für Ridleys Stück sichern.

***(4 Sterne)

Zu sehen bis 5. Januar 2013 Mehr Infos

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