Seit 1999

Vertraute Nachrichten & Rezensionen

26

Jahre

Das Beste des britischen Theaters

Offizielle Eintrittskarten

Wählen Sie Ihre Plätze

Seit 1999

Vertraute Nachrichten & Rezensionen

26

Jahre

Das Beste des britischen Theaters

Offizielle Eintrittskarten

Wählen Sie Ihre Plätze

  • Seit 1999

    Vertrauenswürdige Nachrichten & Rezensionen

  • 26

    Jahre

    Das Beste des britischen Theaters

  • Offizielle Eintrittskarten

  • Wählen Sie Ihre Plätze

REZENSION: Heather, Summerhall, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

Share

Heather beim Edinburgh Festival Heather

Summerhall, Edinburgh Fringe

Vier Sterne

Tickets buchen

Viele Autorinnen und Autoren haben Erfolg, obwohl niemand weiss, wer sie sind. Die Bell-Brüder waren eine literarische Sensation, bevor bekannt wurde, dass sie in Wahrheit die Brontë-Schwestern waren – und auch über William Shakespeare wissen wir trotz seines Rufs als grösster englischsprachiger Schriftsteller bis heute vergleichsweise wenig. Doch in unserer modernen, nach Prominenz hungernden Welt ist die Autorin bzw. der Autor zur Marke geworden: in Magazinen porträtiert und bei Signierstunden und Lesungen leibhaftig zu erleben. Im neuen Stück Heather untersucht Thomas Eccleshare, wie wichtig es ist, die Identität einer schreibenden Person und ihre Lebensgeschichte zu kennen – und wie sehr das unsere Wahrnehmung ihres Werks prägt.

Im Mittelpunkt steht Heather Eames, eine frisch entdeckte Autorin einer Bestseller-Reihe mit Kinderbüchern über die junge Hexe Greta, die (passenderweise) einen Zauberstift führt. Die Inszenierung beginnt mit einem Briefroman-ähnlichen Austausch zwischen ihr und dem Lektor Harry, der ihr Manuskript aus dem Einsendestapel zu weltweitem Erfolg führt. Oft sehr witzig zeichnet das Stück nach, wie Harrys Frustration wächst, weil die überaus schüchterne Heather darauf besteht, weder persönliche Interviews zu geben noch Fotostrecken in den Sonntagsmagazinen zu machen. Mehr lässt sich ohne Spoiler kaum verraten – doch das Stück wechselt dann abrupt die Gangart und spielt auf erfinderische Weise mit Theaterformen und Erwartungen.

Trotz der Raffinesse des Textes ist das Bühnenbild minimal: ein Tisch, zwei Stühle und Streifenlicht. Es stehen nur zwei Darstellende auf der Bühne – Charlotte Melia und Ashley Gerlach als Heather und Harry. Packend inszeniert von Valentina Ceschi, verschiebt die Regie wirkungsvoll Ton und Perspektive und lässt uns am Ende darüber nachdenken, wie viel wir wirklich über die Autorinnen und Autoren wissen wollen, die wir lieben.

Zu sehen bis 27. August 2017

HEATHER-TICKETS

Diesen Artikel teilen:

Diesen Artikel teilen:

Erhalten Sie das Beste des britischen Theaters direkt in Ihr Postfach

Seien Sie die Ersten, die sich die besten Tickets, exklusive Angebote und die neuesten Nachrichten aus dem West End sichern.

Sie können sich jederzeit abmelden. Datenschutzrichtlinie

FOLGEN SIE UNS