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KRITIK: Showstopper Das Improvisierte Musical, The Other Palace ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

sophieadnitt

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Sophie Adnitt bespricht Showstopper! The Improvised Musical, das derzeit mit einer verlängerten Spielzeit im The Other Palace in London zu sehen ist.

Die Besetzung von Showstopper. Foto: Alex Harvey-Brown Showstopper! Das improvisierte Musical

The Other Palace

24. Januar 2019

Vier Sterne

Tickets für Showstopper – The Other Palace Showstopper Tour-Seite Improvisierte Shows sind schwer zu rezensieren. Im Fall von Showstopper! könnte ich Ihnen alles über Allota Dancin’ erzählen (ein in St Ives angesiedeltes Musical über die Höhen und Tiefen des örtlichen Kleingartenvereins) – doch Tatsache ist: Sie werden es nie zu sehen bekommen. Denn Showstopper! erschafft jeden Abend ein komplett neues Musical, für genau diesen einen Abend – und das tun sie seit 2007. Inzwischen kommen über 1000 Vorstellungen zusammen, durch nationale Tourneen, Auftritte beim Edinburgh Fringe und nun eine achtwöchige Spielserie im The Other Palace Theatre in Victoria. Nachdem das Haus in der Vergangenheit neue Musicals unterstützt hat, wirkt die Wahl der Spielstätte besonders passend.

Die Besetzung von Showstopper. Foto: Alex Harvey-Brown Wir lernen einen namenlosen Autor kennen (gespielt vom herrlich schlagfertigen Dylan Emery, der eine fantastische Beziehung zum Publikum aufbaut), der am Telefon von seinem Produzenten „Cameron“ beauftragt wird (woraufhin es trockenes Kichern im Saal gibt), in knapp zwei Stunden ein neues Hit-Musical zu schreiben. Kein Problem, sagt der Autor – und bittet dann das Publikum um Hilfe bei Schauplatz, Titel und einigen Musical-Stilen. Diese werden pflichtgemäß aus dem Zuschauerraum zugerufen: Little Women, Rent, Wicked – worauf Emery vorschlägt, die betreffende Person könne ja einfach die Straße hoch zum Apollo Victoria gehen – und 42nd Street (plus eine von Sweeney Todd inspirierte Nummer, die sich nach der Pause einschleicht). All das landet im bunt gemischten Einflusstopf von Musical Nummer 1001: Allota Dancin’.

Foto: Alex Harvey-Brown Jetzt kommt der Teil, für den Showstopper! berühmt ist: ein komplett improvisiertes Musical mit einer zunehmend verschlungenen Handlung, Songs und Tanzroutinen. Ein Team aus sechs Darsteller*innen, in ihrem typischen Rot und Schwarz und ausgerüstet mit einer Auswahl an Requisiten und Hüten, erschafft eine Show, die wirklich einzigartig ist. Das Ergebnis ist zum Brüllen komisch. Alle sechs sind unglaublich klug, reagieren blitzschnell und verfügen über enormes Wissen – sie ziehen Musikstile, ikonische Zeilen und kleine, witzige Drehungen in Sekundenschnelle aus dem Ärmel. Es hilft, wenn man beim Betreten des Zuschauerraums schon ein wenig Musical-Fan ist, um alle Referenzen und die theatralen Insider-Witze mitzunehmen; aber ehrlich: Diese Truppe ist witzig genug, um alle abzuholen – ganz gleich, wie sehr man sonst nur Gelegenheitsfan ist.

Die Besetzung von Showstopper. Foto: Alex Harvey-Brown Eine von Stepptanz durchsetzte, an 42nd Street angelehnte Nummer über Regeln und Vorschriften im Kleingartenverein  ist pures Genie, und die Entscheidung, zwei ansonsten gerade beschäftigungslose Ensemblemitglieder als „pasty crones“ auftreten zu lassen, entpuppt sich als komödiantisches Highlight. Zu den besten Momenten gehört, wenn es kurz ein bisschen schiefgeht – eine*r stolpert über einen kniffligen Reim, während die Kolleg*innen vergnügt zuschauen, oder Emery selbst friert die Szene ein, um den Darsteller*innen eine absurde Herausforderung vorzuschlagen (die halbwegs kaschierten Blicke stummen Entsetzens, die er als Antwort erntet, sind urkomisch). Die kompromisslose Bereitschaft, einfach weiterzumachen, ist enorm bewundernswert und zugleich ungemein sympathisch für alle im Saal. Die zahlreichen Handlungsfäden von Allota Dancin’ finden schließlich in einem beschwingten Finale zusammen, das in eine sehr gut angenommene und absolut verdiente Zugabe mündet. Wie bei improvisierten Formaten dieser Art gibt es selten die Tendenz, einen Punkt etwas zu lange auszuwalzen (möglicherweise, um Zeit zu gewinnen, während man schon überlegt, wie es weitergeht), doch insgesamt ist Showstopper! selbst nach tausend Musicals noch bestens in der Lage, einen rundum unterhaltsamen – und jedes Mal einzigartigen – Abend zu liefern.

TICKETS FÜR SHOWSTOPPER BUCHEN

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