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REZENSION: Ausgerutscht. Cinderella ... Neuauflage, Royal Vauxhall Tavern London ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert die neue Pantomime der Royal Vauxhall Tavern: Slipped: Cinderella...Rebooted

Foto: chrisjepson.com Slipped: Cinderella...Rebooted

Royal Vauxhall Tavern, London

Vier Sterne

Nachdem die Royal Vauxhall Tavern Mother Goose und Aladdin mit einer herrlich großen Abrissbirne bearbeitet hat, verpasst sie mit Slipped einem weiteren Panto-Klassiker einen queeren Twist. Ganz klar an erwachsene Jungs und Mädchen gerichtet, ist dies die Cinderella-Geschichte, wie Sie sie noch nie gesehen haben. Sie hat alles, was man von einer traditionellen Pantomime erwartet – von klassischer Publikumsbeteiligung und zweideutigen Anspielungen bis hin zu Songs und Albernheiten –, aber alles mit schwuler Unbekümmertheit „rebootet“. Cinders trotzt ihrer hässlichen Stiefmutter, um auf dem Ball zu feiern, doch der hübsche Prinz entpuppt sich als deutlich mehr daran interessiert, was an ihren Füßen ist, als an dem Mädchen selbst.

Foto: chrisjepson.com

Vollgepackt mit guten und schlechten Witzen steckt die Show voller aktueller kultureller Anspielungen und – dank der pointierten komischen Texte von Tim Benzie und Paul Joseph – nur einer Prise Politik. Wie bei ihren früheren Pantos zündet nicht jede Zeile am Abend, aber schon im nächsten Moment folgt garantiert der nächste Kracher. Mit Musical Director Joseph Shears am Keyboard kommt zusätzlicher Spaß durch einige clevere, virtuos aufgefrischte Neuinterpretationen von Pop-Hits aus Vergangenheit und Gegenwart.

Foto: Chrisjepson.com

Unter der Regie von Tim McArthur lässt das Tempo nie nach; die Besetzung prallt mit schelmischer Chemie aneinander ab. Einige kennt man aus früheren Pantos – Faye Reeves ist in den Rollen der Fairy „F***ing“ Godmother und Buttons so brillant und furchtlos wie eh und je. Die bärtige Dame des RVT, Robert McNeilly, ist als herrlich fluchende Wicked Stepmother wieder dabei, während Rich Watkins köstlich anzüglich den Prinzen spielt, dessen Blick nur auf Cinders’ Pantoffeln gerichtet ist. Neu dabei sind Grant Cartwright als glitzernd-lüsterne Cinderella und Jim Lavender als ziemlich desillusionierte Ugly Stepsister. Zusammen machen sie daraus ein weiteres queeres Highlight der Festspielzeit, das man nicht verpassen sollte.

Zu sehen bis 8. Januar 2020

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