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KRITIK: Die Kopfsteinpflasterstraßen von Genf, Vault Festival ✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

douglasmayo

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Paul T Davies rezensiert The Cobbled Streets Of Geneva von Nemo Martin, derzeit beim Vaults Festival 2020 in The Vaults, London, zu sehen

The Cobbled Streets of Geneva.

Vaults Festival

12. Februar 2020

3 Sterne

Website des Vaults Festival

Dieses Stück wirkt wie eine Geschichte, die erzählt werden muss: Es beginnt vor einer Moschee in Nordlondon und spielt dann überwiegend in Genf, wohin Adham seinen Freund Raushan gebeten hat, ihn auf einer Arbeitsreise zu begleiten – als sein „Ehemann“. Adham hat diese Situation konstruiert, um seine Chefin abzuwimmeln, von der er sich sexuell belästigt fühlt. Aus diesem unwahrscheinlichen Ausgangspunkt wächst Liebe zwischen den beiden Männern, und sie bewegen sich in Richtung Akzeptanz und einer Beziehung.

Das ist ein mutiges Statement – umso bedauerlicher, dass das Skript von Nemo Martin nicht wagemutiger ist, wenn es darum geht, eine für Männer in dieser Situation und in diesem Umfeld potenziell sehr heikle Lage anzugehen. Raushan ist ein durch und durch verständnisvoller Mann, bisexuell, mit einer lesbischen Tochter, geduldig, freundlich und liebevoll – daran ist nichts auszusetzen. Und obwohl Adham Schwierigkeiten hat, seine Sexualität zu akzeptieren, ringt er weder mit innerer noch äußerer Homophobie besonders stark; die Einsätze für das Paar sind nicht hoch genug, und alles wirkt ein wenig zu behaglich.

Die Darsteller – Ashley Alymann als Adham und Shiraz Khan als Raushan – wirken bei der Darstellung von Intimität etwas zögerlich, gleichen das aber aus, indem sie einige schöne komödiantische Momente finden, besonders Alymann, der zudem einen großartigen stimmlichen Ausdruck hat. Die späteren Szenen sind zudem wunderschön geschrieben; dem Stück wohnt eine große Zärtlichkeit inne – und an Zärtlichkeit mangelt es im Fringe-Bereich manchmal! Es wirkt, als fehlten noch ein, zwei Überarbeitungsrunden, um wirklich ein sehr gutes Stück zu sein; vielleicht würde eine stärkere Erkundung ihrer sich entwickelnden Freundschaft diesen vielversprechenden Blick auf eine oft unerzählte LGBTQ-Community abrunden.

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