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REZENSION: Alles, was wir je wollten, war alles, Bush Theatre ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

21. November 2018

Von

jenniferchristie

Jennifer Christie rezensiert All We Ever Wanted Was Everything von James Frewer und Luke Barnes, jetzt im Bush Theatre zu sehen.

Das Ensemble von All We Ever Wanted Was Everything. Foto: Helen Murray All We Ever Wanted Was Everything Bush Theatre

17. November 2018

4 Sterne

Jetzt buchen All We Ever Wanted Was Everything spielt über drei Jahrzehnte hinweg – von „Cool Britannia“ 1997 bis zum heutigen Großbritannien im Zeichen des Brexit. Die Musik stammt von James Frewer, der zugleich Musical Director ist; geschrieben wurde das Stück von Luke Barnes. Nach einer ausverkauften, preisgekrönten Spielzeit beim Edinburgh Fringe Festival 2017 ist es nun im Bush Theatre zu sehen. „Gig Theatre“ nennt man diese frische Mischung aus Geschichtenerzählen und Konzert-Atmosphäre. Frewer sagt: Die Rolle der Musik ist es, dabei zu helfen, die Geschichte zu vermitteln – das Publikum auf eine Weise fühlen zu lassen, die Worte manchmal nicht können – und die Atmosphäre eines Gigs zu erzeugen. Sie verortet die Zeit, in der jeder einzelne Akt spielt, und fungiert als Voyeur, der hineinschaut und unsere Geschichte kommentiert.

Marc Graham in All We Ever Wanted Was Everything. Foto: Helen Murray

Die Idee ist, dass Musik und Storytelling nicht wirklich unabhängig voneinander existieren können. Diese Verbindung funktioniert: Musik und Erzählung definieren gemeinsam klar die Zeitleiste der Show und bauen in einem stimmigen Bogen und hohem Tempo Spannung auf.

Die Geschichte erzählt von den Beziehungen zwischen einer Mutter und ihrem Sohn aus der einen Familie sowie einem Vater und seiner Tochter aus einer anderen. Sie begegnen sich, doch ihre Wege trennen sich wieder. Faszinierend ist zu beobachten, wie aus dem Kind ein Teenager und schließlich ein Erwachsener wird. Mit dem Heranwachsen der Kinder verblasst die Bedeutung der Eltern. Erstaunlich ist jedoch die Erziehung der 90er-Jahre: Bestärkungen und Erwartungen ließen bei den Kindern ein Gefühl der Ungerechtigkeit gären. Sie konnten eben doch nicht alles haben, was sie wollten, und merkten, dass sie nicht so besonders waren, wie man ihnen eingeredet hatte. Die echte generationelle Wut dieser Dreißigjährigen rührt daher, dass sie eine Welt geerbt haben, die ihre Eltern ruiniert haben.

James Stayner und James Frewer in All We Ever Wanted Was Everything. Foto: Helen Murray

So düster dieser Blick auch ist: Es gibt viele leichtere Momente, und die Gig-Atmosphäre rundet die scharfen Kanten der harten Realität ab, während sie zugleich schonungslos offengelegt wird.

Die Leistungen sind durchweg solide. Jedes Mitglied des Ensembles übernimmt mindestens eine Rolle, während es singt und eine Vielzahl von Instrumenten spielt.  Marc Graham ist am häufigsten der Conférencier, überbrückt als Erzähler die Szenen und reißt das Publikum mit Stil und Schwung mit. Er scheint die Fäden in der Hand zu halten.

Bryony Davies und Josh Murray in All We Ever Wanted Was Everything. Foto: Helen Murray

Der einzige Wermutstropfen war die Rolle des Asteroiden. Es war schwer, die Funktion dieser Figur innerhalb der Erzählung zu verorten – zumal hier ein Großteil der Lyrics im elektrischen weißen Rauschen unterging.

All We Ever Wanted Was Everything ist eine 75-minütige Fahrt im Schnellzugtempo. Der Inhalt ist klug und aufschlussreich – eingebettet in eine großartige Mischung aus Farbe, Licht und vor allem Musik.

Bis 24. November

WEBSITE DES BUSH THEATRE

 

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