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KRITIK: Joseph And The Amazing Technicolor Dreamcoat, New Victoria Theatre ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

douglasmayo

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Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat

New Victoria Theatre, Woking

13. September 2017

4 Sterne

Tourplan der UK-Tour

Weit, weit zurück im März 1968 bekam die Welt zum ersten Mal einen Eindruck von Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat – als 20-minütige Pop-Kantate, aufgeführt von Schülerinnen und Schülern der Colet Court School. Die Show, geschrieben vom aufstrebenden Team Tim Rice und Andrew Lloyd Webber, erzählte die biblische Geschichte aus dem Buch Genesis neu und hat das Publikum in ihren verschiedenen Fassungen über die Jahre hinweg bis heute begeistert.

Joe McElderry als Joseph

Vielleicht mehr als jeder andere hat Produzent Bill Kenwright dafür gesorgt, dass die Geschichte von Joseph von Millionen Menschen weltweit gesehen wurde. Meine erste Begegnung mit Kenwrights Joseph war, als Daryl Cotton Anfang der Achtziger in Sydney den Technicolor-Dreamcoat überstreifte. Jetzt ist es an X-Factor-Star Joe McElderry – und er nimmt mit seiner Interpretation von Jakobs Lieblingssohn ganz sicher keine Gefangenen.

Die eigentliche Magie von Joseph liegt in Lloyd Webbers vielfältiger musikalischer Palette und Tim Rices wunderbar zugänglichen Songtexten.  Joseph wirkt auch heute noch so frisch und neu, wie es damals gewesen sein muss.

Es gab Inszenierungen, die komplett auf Hightech setzen – und ehrlich gesagt lassen die mich oft kalt. Kenwrights Joseph ist dagegen deutlich wärmer und zugänglicher. Vollgepackt mit Humor und starken visuellen Gags hält die Produktion die Aufmerksamkeit des Publikums von Anfang bis Ende.

Joe McElderry als Joseph

McElderrys Joseph ist extrem sympathisch – und gesanglich sprengt er ganz buchstäblich das Dach des Theaters. Eine Leistung, die von keinem der vielen Josephs, die ich je gesehen habe, übertroffen wird. Es dürfte schwer werden, irgendwo jemals einen besseren Joseph zu hören!

Trina Hill meistert die Rolle der Erzählerin mit großer Selbstverständlichkeit. Sie hält McElderrys vokaler Dynamik mühelos stand; ihre stimmliche Bandbreite ist beeindruckend und hat das Publikum ganz klar aufhorchen lassen.

Josephs Brüder sind ein herrlich bunter Haufen. Ben James-Ellis, Joseph Peacock, Sallie-Beth Lawless, Ben Beechey, Richard J Hunt, Craig Nash, Rob Wilshaw, Michael Lapham, Matt Jolly, Will Breckin, Tatenda Madamombe und Adam Strong sind so ziemlich die ungleichste Brüdertruppe, die man sich wünschen kann – aber so sind viele Familien im echten Leben eben auch. Diese Jungs zeigen eindrucksvoll, wie stark ein Ensemble sein kann. Jede*r glänzt in bestimmten Momenten, doch als Gruppe sind sie schlicht sensationell.

Ben James-Ellis spielt außerdem den Pharao und kanalisiert Elvis mit absoluter Treffsicherheit. Henry Metcalfes Jakob und Potiphar wiederum bringen genau den Humor und das Gespür mit, um zwei kleinere, aber wichtige Rollen in Josephs Geschichte überzeugend zu tragen.

Die Band von Musical Director Danny Belton verleiht der Partitur einen wahrhaft majestätischen Klang. Irgendjemand hat allerdings entschieden, die Show ein wenig zu entschleunigen – möglicherweise, um den Abend im Theater „substantieller“ wirken zu lassen – und da bin ich mir nicht sicher, ob ich das unterschreibe. Bei Joseph ist Tempo entscheidend, und ein paar Mal an diesem Abend zog es sich etwas. Die jüngste Ergänzung um einen zusätzlichen Pharao-Song, der weder handlungsrelevant ist noch einen echten Zweck erfüllt, war zwar hervorragend dargeboten, wirkte aber letztlich wie fragwürdiges Auffüllmaterial.

Trotzdem: Die Standing Ovations sprechen für sich – und die breite Altersspanne der stehenden Zuschauerinnen und Zuschauer zeigt, dass Joseph nicht nur neue Fans gewinnt, sondern auch frühere wieder zurückholt.

Go, Go, Jo! Hoffentlich sehen wir dich bald wieder!

TOURPLAN: JOSEPH AND THE AMAZING TECHNICOLOR DREAMCOAT

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