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KRITIK: Milch, Traverse - Edinburgh Festival ✭✭✭✭✭
Veröffentlicht am
Von
pauldavies
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Milk
Traverse
12. August 2016
5 Sterne
Jetzt buchen Das Traverse ist seit so langer Zeit ein Kraftzentrum für neue Dramatik, dass man es leicht als selbstverständlich hinnimmt. Doch jedes Jahr präsentiert es ein abwechslungsreiches Programm – und Stücke, die im Gedächtnis bleiben. Dieses Jahr ist es Milk, Ross Dunsmores wunderschönes Stück über das Bedürfnis nach Nahrung – sowohl nach Essen als auch nach Liebe. Steph und Ash sind Teenager, die einer Zukunft aus Promi-Träumen entgegensehen. Unzufrieden mit ihrem Aussehen und dem Mangel an Aufmerksamkeit von Ash, fixiert sie sich auf ihren Lehrer Danny. Er wird Vater, und seine Frau Nicole ist fest entschlossen zu stillen. Cyril und May sind über neunzig, sie haben Angst, ihre Wohnung zu verlassen – wegen Jugendlicher und Hunde –, obwohl er Europa befreit hat. Zunächst wirken die Handlungsstränge getrennt, doch als Steph Danny küsst und ihm ein Oben-ohne-Foto schickt, Nicole mit dem Stillen kämpft und May stirbt, sodass Cyril die Wohnung verlassen muss, fügen sich die Stränge auf wunderschöne Weise zusammen. Orla O’Loughlins einfühlsame Regie und Paul Mellers schnörkelloses Bühnenbild führen uns sicher durch dieses Stück über das Bedürfnis nach Liebe. Ja, manches bleibt lose liegen – aber ein großartiges Ensemble (so gut, dass man niemanden herausheben sollte) und ein zutiefst bewegendes Ende unterstreichen die „milk of human kindness“: die menschliche Güte. Theatralische Nahrung.
Foto: Sally Jubb
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