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REZENSION: National Youth Theatre Monologe, Nick Hern Books ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert National Youth Theatre Monologues, zusammengestellt von Michael Bryher und erschienen bei Nick Hern Books.

National Youth Theatre Monologues.

Michael Bryher

Nick Hern Books.

4 Sterne

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Fachkundig von Bryher zusammengestellt, vereint dieses informative und ausgesprochen vergnügliche Vorsprechbuch 75 Monologe für Auditions – in erster Linie für junge Menschen gedacht, dabei jedoch oft über die übliche Altersspanne des Jugendtheaters hinausgehend. Die Einleitung zeigt, wie man das Buch optimal nutzt; jeder Text ist mit Figuren- und Szenenanalyse versehen – mit Fragen wie: Mit wem spricht die Figur, was will sie erreichen usw. Die Auswahl an Monologen ist breit, zudem gibt es Hinweise zu Gender-Identität und -Fluidität, dazu, das ganze Stück (und nicht nur den Monolog) zu lesen, Spontaneität, Umgang mit Nervosität und mehr. Ergänzend zur Kommentierung jedes Monologs finden sich sehr gute Übungen, darunter Tagebuchaufzeichnungen, die Figur zu zeichnen, wenn einem die Worte fehlen, sowie ein Moodboard zu erstellen.

All das steht noch vor den eigentlichen Monologen – und ich würde jede*n Schauspieler*in herausfordern, nicht mit einer handfesten Auswahl an Texten nach Hause zu gehen, die man weiter erkunden und lernen möchte! Jeder Monolog stammt von Autor*innen, die mit dem National Youth Theatre verbunden sind; zu den renommierten Namen zählen Peter Terson, dessen Zigger Zagger das erste NYT-Stück war und bis heute nichts von seiner Wucht verloren hat, Barrie Keefe, Shelly Silas, Zawe Ashton, Carol Ann Duffy und James Graham.  Klassiker wie Lorcas Bluthochzeit, König Ödipus und  Murder in the Cathedral von T. S. Eliot stehen neben zeitgenössischen Bearbeitungen wie The Reluctant Fundamentalist, Pigeon English und Private Peaceful. An einem Punkt – vielleicht aufgrund der Reihenfolge der Texte – hatte ich das Gefühl, es sei ein wenig zu urban und London-zentriert; doch je mehr ich las, desto deutlicher wurde, dass sich die Sammlung tatsächlich öffnet und die Bandbreite erweitert, wofür Brian Friels Dancing at Lughnasa und Barry Hines Kes hervorragende Beispiele sind.

Das Buch leistet, was jede gute Monologsammlung leisten sollte: Es führt Leser*innen an neue Stücke und Dramatiker*innen heran, die ihnen möglicherweise noch unbekannt sind, weckt die Lust, das gesamte Stück zu lesen, und lenkt gezielt dazu, sich das vollständige Skript zu besorgen. Dazu kommen Reflexionen und Ratschläge von NYT-Alumni wie Rachael Stirling und Jo Cassidy sowie Audition-Tipps von Namen wie Matt Lucas und Helen Mirren. Vor allem ist es zugänglich, inspirierend und unterhaltsam – und eine unverzichtbare Ergänzung zu den bereits verfügbaren Monologsammlungen.

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