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BEWERTUNG: Palmyra, Pulse Festival, New Wolsey Theatre ✭✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert Palmyra, gezeigt im Rahmen des Pulse Festival am New Wolsey Theatre

Palmyra.

Pulse Festival im New Wolsey Theatre, Ipswich.

9. Juni 2018

5 Sterne

Informationen zum Pulse Festival

Die antike Stadt Palmyra gehörte zu den am besten erhaltenen weltweit. Bis 2015, als ISIS die Kontrolle über die Stadt übernahm, ihre Tempel (Bel und Baalshamin) zerstörte, Gräber plünderte und ihr Amphitheater für Hinrichtungen missbrauchte. Ein Jahr später, nachdem ISIS aus der Stadt vertrieben worden war, begann nach und nach der Wiederaufbau – obwohl Geschichte und Kultur ausgelöscht worden waren.

Bertrand Lesca und Nasi Voutsas haben ein schönes, brutales, angespanntes und verstörendes Stück über Zerstörung, Rache, Barbarei und Zivilisation geschaffen. Sie tun das mit zerschlagenem Porzellan und füllen die Bühne nach und nach mit Schutt und Staub, bis das Ganze schließlich wieder weggeräumt wird. Es beginnt damit, dass die Männer auf Schlittschuhen einen Tanz entwickeln, der allmählich immer gewalttätiger und aggressiver wird. Lesca schikaniert Voutsas und versucht, das Publikum auf seine Seite zu ziehen; ein Hammer wird zur beunruhigenden Drohung – selbst dann, wenn ihn ein*e Zuschauer*in aus dem Spielraum entfernt. Bertrand kommt einfach mit einem größeren Hammer zurück. Bei all dem ist man sich ständig bewusst: So verhalten sich Kinder. So verhalten sich Jungen. So verhalten sich Männer.

Die starken, sorgfältig gesetzten Metaphern fügen der offen gezeigten Illustration der Zerstörung Palmyras zusätzliche Bedeutungsebenen hinzu. Das Duo zeichnet jede toxische und zerstörerische Beziehung nach, in die Sie selbst – oder Freund*innen und Familie – verwickelt gewesen sein könnten. Als Lesca aus dem Raum geworfen wird, räumt Voutsas den Schutt beiseite und beginnt seinen eigenen Tanz – ein kleiner Hoffnungsschimmer für einen künftigen Wiederaufbau. Ich empfand das als ein sehr kraftvolles Stück, das keine Angst hat, die Spannung bis zum Äußersten zu dehnen, dabei aber eine belehrende Haltung vermeidet. Hervorragend.

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