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REZENSION: Typical, Pleasance Courtyard, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

15. August 2019

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert Ryan Calais Camerons neues Stück Typical mit Richard Blackwood im Pleasance Courtyard beim Edinburgh Fringe

Typical Pleasance Courtyard, Edinburgh Fringe

Vier Sterne

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Ein ganz normaler Abend in der Stadt nimmt in Ryan Calais Camerons kraftvollem neuen Stück Typical eine völlig sinnlose, fatale Wendung. Das Stück beleuchtet die alltägliche rassistische Diskriminierung, die schwarze Menschen erfahren, und zeigt, wie falsche Annahmen und Vorurteile tödliche Konsequenzen haben können.

In einer starken, fesselnden One-Man-Performance spielt Richard Blackwood einen schwarzen britischen Mann, der sich an einem Samstagabend auf seine Runde durch Bars und Clubs einer nordenglischen Stadt macht. Mit frechem Witz ist er charmant und gutmütig, locker im Auftreten – und versucht, über den Rassismus hinwegzusehen, dem er begegnet. Er erzählt, wie er sich an das Mantra seiner Nana hält: „Mach keine Szene.“ Geschieden und Vater von zwei Jungen, ist er ein hoch dekorierter Ex-Fallschirmjäger – doch das zählt nichts in der überwiegend weißen Stadt, in der er lebt.

Unter der Regie von Anastasia Osei-Kuffour ist das ein messerscharf geschriebenes Stück, das von einem leichten Ton mit viel Humor zu einer schockierenden Abfolge eindringlich geschilderter Ereignisse kippt, die in ein verheerendes Finale münden. Es lässt einen wie betäubt zurück – noch bevor ein letztes Tableau folgt, das für mich überflüssig wirkte. Das Stück basiert auf einem realen Vorfall in Hull aus dem Jahr 1998, doch 21 Jahre später ist rassistische Diskriminierung in der britischen Gesellschaft nicht nur ebenso allgegenwärtig, sondern Daten des Home Office zeigen auch, dass die Polizei in England und Wales weiterhin unverhältnismäßig häufig Gewalt gegen schwarze Menschen anwendet. Nachdem die Theatercompagnie Nouveau Riché mit den gefeierten Queens of Sheba im vergangenen Jahr beim Edinburgh Fringe schwarze Frauenstimmen nach Edinburgh brachte, konfrontiert uns Camerons neuestes Stück für die Compagnie mit der schonungslosen Realität von Leben, die tagtäglich Vorurteilen und der Bedrohung durch Gewalt ausgesetzt sind.

Läuft bis 25. August 2019

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