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KRITIK: Das großartigste Stück in der Geschichte der Welt, Traverse Theatre, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert The Greatest Play in the History of the World.... – mit Julie Hesmondhalgh im Traverse Theatre

Julie Hesmondhalgh in The Greatest Play in the History of the World. Foto: Sid Scott The Greatest Play in the History of the World... Traverse Theatre, Edinburgh Fringe

Vier Sterne

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Ian Kershaws neues Stück ist vielleicht nicht das allergrösste in der Geschichte der Welt – aber es hat womöglich das grösste Herz. In einem meisterhaften Akt des Geschichtenerzählens präsentiert Julie Hesmondhalgh eine moderne Erzählung, die Romantik mit Science-Fiction verbindet – angesiedelt in einer ganz normalen Strasse im Norden, der Preston Road.

Erzählt wird von Tom, einem einsamen, ziellosen 31-Jährigen, der eines Morgens um 4.40 Uhr aufwacht und feststellt, dass die Welt in der Zeit erstarrt ist – und im Dunkeln liegt, abgesehen von Lichtschimmern aus den Häusern gegenüber. Während sich die Handlung verdichtet, begegnen wir den einzigen anderen Menschen, die ebenfalls wach sind und sich bewegen: einer ebenso einsamen 26-jährigen Frau und einem älteren Ehepaar. Eingeordnet wird all das durch den Blick auf die beiden Voyager-Raumsonden, die seit 42 Jahren mit 35.000 Meilen pro Stunde von der Erde fortrasen – an Bord Informationen und Bilder, die Menschheit und Planet auf einer „Golden Record“ umfassen. Als Kontaktaufnahme mit Ausserirdischen sind das nicht nur Botschaften des Grusses und der Verbindung, sondern Botschaften von der Fülle und Freude des Lebens.

Die einzigen Requisiten des Stücks sind Schuhe, die Hesmondhalgh aus ihren Schachteln zieht – und sogar von den Füssen einzelner Zuschauer*innen – um sie auf der Bühne auszulegen und so die verschiedenen Figuren zu markieren. Ihre Wärme und ihr mitreissender Stil sind essenziell für den Abend – und beginnen, sobald wir den Raum betreten: Sie begrüsst die Menschen und plaudert mit ihnen, während sie ihre Plätze einnehmen.

Mit dem Design von Naomi Kuyck-Cohen erzählt sie die Geschichte auf einer Decke aus Sternen – einer tiefblauen Fläche, die mit glitzernden Punkten schimmert – und immer wieder werden wir daran erinnert, dass wir im unfassbaren Ausmass von Raum und Zeit leben und lieben. Doch kein Moment wirkt dabei düster: Liebe und Verbundenheit sind unsere Waffe gegen die Leere – so wie Voyager 1 durch die „unbegreifliche Einsamkeit der Ewigkeit“ treibt, in der Hoffnung, dass sie jemand findet.

Als die Geschichte ihrem packenden Schluss entgegenlief, waren im Publikum hörbare Seufzer des Glücks zu vernehmen, als die Wahrheit klar wurde. Unter der Regie von Raz Shaw ist das ein hinreissendes Stück Storytelling, das selbst das abgebrühteste Herz zum Schmelzen bringen würde.

Läuft bis 26. August 2018

JETZT BUCHEN: THE GREATEST PLAY IN THE HISTORY OF THE WORLD

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