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REZENSION: 'Half A Sixpence' 2016 London Cast Aufnahme, First Night Records ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

douglasmayo

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Half A Sixpence

London Cast Recording 2016

First Night Records

4 Sterne

Exemplar kaufen Mehr Infos | Unsere Show-Kritik lesen

Es muss da draussen eine ganze Menge Musicals geben wie Half A Sixpence – der erfolgreiche Musical-Hit von David Heneker, der Tommy Steele 1963 einen glanzvollen Triumph bescherte.  Musicals, die im Lauf der Jahre etwas in die Jahre gekommen sind und trotz der nostalgischen Zuneigung zum Original beim Publikum nicht mehr ganz den Nerv treffen.

Hier kommen George Stiles und Anthony Drewe ins Spiel – das britische Autorenduo, das nicht nur wunderbares Material für seine eigenen Shows schreibt, sondern sich auch einen Namen als eine Art „Musical-Revisionisten“ macht (sorry, Jungs – hoffentlich nehmt ihr mir den Begriff nicht übel). Ihre Arbeit an Disneys und Cameron Mackintoshs Mary Poppins, bei der sie neues Material ergänzten und einige Songs aus dem Film ausbauten, die stellenweise schmerzhaft kurz waren, war schlicht umwerfend – und genauso verhält es sich mit dem neuen Half A Sixpence.

Diese neue Aufnahme der aktuellen Londoner Revival-Besetzung im Noel Coward Theatre ist ein echter Kracher. Ich fordere jeden heraus, die Nähte zu finden. Herausgekommen ist ein bezauberndes Musical – und eine spritzige, energiegeladene Aufnahme, die ich das ganze Wochenende rauf und runter gehört habe. Klar, Flash, Bang Wallop! kennt jeder – aber dieses Album lebt nicht von einzelnen Momenten. Hört man die Aufnahme als Ganzes, entfaltet sich nun eine wunderschön erzählte Geschichte mit herrlichster Musik und großartigen Darbietungen. Charlie Stemps wunderbar schwingende Stimme in Titeln wie Then In The Middle There's Me und She's Too far Above Me ist großartig umgesetzt. Emma Williams und Devon-Elise Johnson harmonieren ausgezeichnet als die beiden Frauen in Kipps’ Leben. Gerald Carey und Ian Bartholomew haben als Fotograf bzw. Chitterlow starke Momente – doch am Ende funktioniert das Musical nun als geschlossene Einheit. Ich kann gar nicht aufhören, die Aufnahme ab Track 15 bis zum Finale zu hören – bestehend aus You Never get Anything Right/ I Know Who I am, We'll Build A Palace / I Only Want A Little House, In The Middle That's Me, Long Ago (Reprise) und Flash, Bang, Wallop!. Das Finale ist wunderbar bewegend, und diese Aufnahme fängt die Emotion und das Drama von Kipps im Aufruhr wirklich ein, wenn er erkennt, dass Ann – und nicht Helen – sein Herz in Händen hält.

Graham Hurmans lebendiges zwölfköpfiges Orchester klingt auf der Aufnahme durchweg wach und strahlend. Vom perlenden Honky-Tonk-Piano bis zu den beschwingten Banjo-Passagen in der Partitur – da ist eine ansteckende Begeisterung, die beim Hören regelrecht aus den Lautsprechern quillt.

In letzter Zeit gibt es bei West-End-Cast-Recordings den Trend, Shows live aufzunehmen – und ich muss zugeben: Ich bin Fan davon. Ein bisschen Publikumsreaktion und dieses Live-Theater-Gefühl auf einer Aufnahme können – wenn es gut gemacht ist – wirklich genau diese Atmosphäre einfangen. Wenn es euch wie mir geht, vermisst ihr oft verbindende Dialoge oder zumindest eine Zeile, die als Einstieg in eine Lieblingsnummer dient. Zum Beispiel Désirées Text mitten in Send In The Clowns – so klein, aber so wichtig. Umso schöner, berichten zu können: Diese Live-Aufnahme ist bis ins Detail hervorragend gelungen, inklusive der Auszugsmusik – komplett mit hörbarer Publikumsfreude.

Live-Theater-Puristen werden mich dafür vermutlich hassen, aber ich muss sagen: Ich habe die Aufnahme von Half A Sixpence sogar noch mehr genossen als die Show – wenn auch nur ein kleines bisschen! Gerade genug, um zu merken, dass ich die Produktion wahrscheinlich noch einmal besuchen werde – dann mit deutlich besserer Kenntnis der Partitur als beim ersten Mal. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann mich entspannen und eine Show richtig genießen, wenn ich die Musik bereits gut kenne.

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