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KRITIK: Ramin Karimloo und Seth Rudetsky, Leicester Square Theatre ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

10. Oktober 2018

Von

julianeaves

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Julian Eaves bespricht Ramin Karimloo in „Concert and Conversation with Seth Rudetsky“ im Leicester Square Theatre. Ramin Karimloo Ramin Karimloo in concert and conversation with Seth RudetskyLeicester Square Theatre 5. Oktober 2018 4 Sterne Das war ein weiterer Abend aus der splendiden Reihe von Auftritten, die Rudetsky als „Late-Night“-Cabarets im großzügigen, aber dennoch intimen, ebenerdigen Kellerraum präsentiert – gleich um die Ecke vom Trubel des glitzernden West-End-Hauptplatzes.  Und diesmal bekamen wir – wenn auch nur für die kürzeste Residenz – die volle, satte Stimme und die sympathische Ausstrahlung, die Ramin Karimloo ausmachen.  Dazu gab es reichlich Plauderei: Die Chemie zwischen den beiden war nett, erreichte aber nicht ganz das brillante Niveau, das Seth zuletzt mit einem früheren Gast seiner „Show“ geschafft hatte.  Sei’s drum.  Insgesamt war das alles sehr charmant und angenehm. Ich muss hier ein persönliches Geständnis machen.  Karimloo gehört zu den wenigen Sängern, die mich zu Tränen rühren können: Das merkte ich, als ich ihn zum ersten Mal live hörte – bei der Launch-Party von LMTO, wo er uns seine perfekte Visitenkarte gab: „Till I Hear You Sing“ aus „Love Never Dies“.  Genau diese Nummer wurde auch als Auftakt dieses Abends gewählt, und wenn sie diesmal nicht ganz so elektrisierend war wie damals (er kommentierte später selbst, er glaube nicht, dass er bei dieser Darbietung sein Bestes gegeben habe), war sie dennoch eine hervorragende Demonstration seines Umfangs – und insbesondere jener schillernden Spitzentöne und der phänomenalen körperlichen Stütze. Auf der Bühne wurde er von der kräftig und klar singenden Emma Kingston begleitet; mit ihr sang er ein paar Nummern aus „Evita“, in der er mit einigem Erfolg den Che gespielt hat, bevor es mit „Hush-a-bye Mountain“ aus „Chitty Chitty Bang Bang“ in deutlich leichteres, sanfteres Fahrwasser ging.  Karimloo ist zudem selbst junger Vater und bringt spürbar persönliche Hingabe in die Rolle des Potts Jr. Seine betont maskulinen good looks – inklusive üppig vollem, glänzend dunklem Haar und Bart sowie einem kraftvollen, durchtrainierten Körperbau – prädestinieren ihn allerdings geradezu für Rollen wie den verführerischen Phantom der Oper; dessen „Music of the Night“ bekamen wir in seiner charakteristischen, vertraulich-dramatischen Art.  (Wenn dieser athletische junge Mann Ihnen je Milk Tray bringen würde, hat man das Gefühl, er beließe es nicht bei einer Schachtel: Er würde eine ganze Kiste davon in Ihr schwer zugängliches Boudoir stemmen.) Ernsthafter jedoch: Wie schon der Herzensbrecher Sinatra vor ihm hat Karimloo auch „Ol’ Man River“ im Repertoire – und er macht das auch sehr ordentlich.  Noch schöner allerdings war seine Interpretation einer etwas weniger bekannten Nummer aus „The Bridges of Madison County“.  Tatsächlich scheint er in zeitgenössischerem Material am stärksten zu sein: Ich wartete die ganze Zeit auf etwas aus seinem jüngsten West-End-Erfolg „Murder Ballad“ – vergeblich.  Vielleicht kommt das beim nächsten Recital?  So wie es war, wurde „It All Fades Away“ mit Theatralik und Leidenschaft in perfekt ausbalancierter Symmetrie dargeboten.  Köstlich. Emotionale Direktheit und Ehrlichkeit sind ganz eindeutig seine auffälligsten Qualitäten.  Seine Interpretation von „Bring Him Home“ aus „Les Misérables“ zeigte das genau.  Und als Krönung eines wunderbaren Abends bekamen wir dann noch die feine Zugabe aus „Ragtime“: „Make Them Hear You“.  Die Produzentin der jüngsten, umwerfenden West-End-Wiederaufnahme dieser Show, Danielle Tarento, saß im Publikum und hörte aufmerksam zu: War diese Nummer vielleicht an sie gerichtet? Wir werden wohl abwarten müssen, um es herauszufinden!

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