Seit 1999

Vertraute Nachrichten & Rezensionen

26

Jahre

Das Beste des britischen Theaters

Offizielle Eintrittskarten

Wählen Sie Ihre Plätze

Seit 1999

Vertraute Nachrichten & Rezensionen

26

Jahre

Das Beste des britischen Theaters

Offizielle Eintrittskarten

Wählen Sie Ihre Plätze

  • Seit 1999

    Vertrauenswürdige Nachrichten & Rezensionen

  • 26

    Jahre

    Das Beste des britischen Theaters

  • Offizielle Eintrittskarten

  • Wählen Sie Ihre Plätze

REZENSION: Scarlet, Southwark Playhouse ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

Leitartikel

Share

Scarlet

Southwark Playhouse

17. April 2015

4 Sterne

Rezension von James Garden

Es ist immer aufregend, den zweiten Spielraum im Southwark Playhouse zu betreten – es liegt eine besondere Spannung in der Luft, die daraus entsteht, brandneue Arbeiten zu sehen, und das fast in der Arena. Es ist, als entstünde sofort ein Gemeinschaftsgefühl. Bei Theatre Renegades „Scarlet“, derzeit bis zum 9. Mai im Southwark Playhouse zu sehen, wird dieses spontane Gemeinschaftsgefühl noch verstärkt durch die ständige Präsenz unserer vier Hauptdarstellerinnen im Raum – sobald das Publikum hereinkommt, werden wir mit spärlich bekleideten Frauen konfrontiert, die in tiefrotes Licht getaucht sind.

Doch dieses Stück handelt nicht von Prostitution, sondern von geschlechtsspezifischer Gewalt unter jungen Erwachsenen – ein enorm wichtiges Thema, das endlich weltweit die Aufmerksamkeit erhält, die es verdient (auch wenn es realistisch gesehen noch mehr sein dürfte).

Scarlet, die Hauptfigur, wird von den vier Schauspielerinnen verkörpert, die sich beim Erzählen der Geschichte dieser jungen Frau abwechseln, deren Leben durch das unbedachte Posten eines Facebook-Videos zerstört wird.

Jede Darstellerin bringt eine ganz eigene Theatralik in die Figur ein, doch gemeinsam erschaffen sie – unter der sorgfältigen Regie von Joe Hufton und der Bewegungsregie von Chi-San Howard – eine der faszinierendsten, mitreißendsten und zum Nachdenken anregendsten Figuren, die derzeit in London zu sehen sind. Die körperliche und stimmliche Arbeit, die jede Schauspielerin leistet, um sowohl Scarlet als auch jede Nebenfigur – einschließlich ihres Angreifers – zu gestalten, funktioniert in diesem hochgradig theatralen Stück perfekt. Lucy Kilpatrick, Jade Ogugua, Heida Reed und Asha Reid verdienen allesamt großen Applaus für diese Tour-de-Force-Leistung.

Sam H. Freemans Text liest sich mit einer Authentizität, die vor Realismus sprüht – trotz der hochtheatralen Idee, dass vier Darstellerinnen unterschiedliche Facetten derselben Frau spielen. Die Arbeit ist brutal, aber absolut fesselnd. Auch das Design des Abends – ob Lydia Dennos Kostüm- und Bühnenbild, Matt Leventhalls Licht, Harry Butchers Sound oder die Musik von Ed Burgon und Benji Huntrods – greift nahtlos ineinander. Kein einziger Moment wirkt unüberlegt oder ungeprüft. Das ist eines der straffsten Fringe-Stücke, die derzeit auf der Bühne zu sehen sind.

„Scarlet“ ist ein wichtiges Stück, das man nicht verpassen sollte.

„Scarlet“ läuft bis zum 9. Mai 2015 im Southwark Playhouse

Diesen Artikel teilen:

Diesen Artikel teilen:

Erhalten Sie das Beste des britischen Theaters direkt in Ihr Postfach

Seien Sie die Ersten, die sich die besten Tickets, exklusive Angebote und die neuesten Nachrichten aus dem West End sichern.

Sie können sich jederzeit abmelden. Datenschutzrichtlinie

FOLGEN SIE UNS