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KRITIK: Be Bop A Lula, Ambassador's Theatre ✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

douglasmayo

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Be Bop A Lula wird als „Rock ’n’ Roll Tribute“ an die Musik von Eddie Cochran, Gene Vincent, Billy Fury und Roy Orbison angekündigt. Im Grunde ist es ein Konzert mit klassischem Rock ’n’ Roll, ohne viel, was das Ganze konzeptionell zusammenhält.

Wie bei so vielen Rock-’n’-Roll-Legenden starben Cochran, Vincent und Fury tragisch jung – Lebensgeschichten, die eigentlich grosses Potenzial für packende Theaterstorys bieten.

Lars Young spielt Roy Orbison und Gene Vincent. Bei Orbison schwankt Young zwischen Imitation und Verkörperung, während er Vincent eher als allgemeine Charakterzeichnung anlegt – und liefert eine Reihe von Hits mit überzeugender Präsenz. Besonders gelungen ist sein Orbison: Mit Bravour bringt er „The Big O“ zurück auf die Bühne, inklusive Klassikern wie „Pretty Woman“ und „Only The Lonely“.

Gavin Stanley spielt Eddie Cochran und Billy Fury. Stanley ist ein versierter Performer, der sich bewusst für Charakterisierung statt Imitation entscheidet – mit hervorragendem Ergebnis. Songs wie „Wondrous Place“ und „C’Mon Everybody“ stachen besonders heraus.

An dem Abend, an dem ich Be Bop A Lula gesehen habe, war Peter Gill als Special Guest dabei und brachte seinen Jerry Lee Lewis in diesen berauschenden Musik-Mix ein. Das sorgte dafür, dass die Schlüsse beider Akte explosiv gerieten und die Show richtig zum Leben erweckten. Gills überlebensgrosser Lewis war ein Anblick für sich: eine grossäugige, benebelte Naturgewalt.

Musikalisch ist Be Bop A Lula ein Triumph. Die begleitende Band The Wild Caps ist grossartig und stellt den Sound der Ära mit exzellentem Können bis ins Detail nach.

Wo die Show schwächelt, ist die Frage, was sie eigentlich sein will. Ist es eine dramatisierte Nachbildung eines Konzertabends in London – oder will sie noch etwas anderes erreichen? Die Ergänzung einer Predigerfigur als Gastgeber/Erzähler sowie ein ziemlich merkwürdiger Auftakt helfen dabei nicht, das zu klären. Ich hatte den Eindruck, dass Be Bop A Lula selbst als reines Konzert von einer Regie profitieren würde, die die unterschiedlichen Elemente des Abends zusammenführt und ein stimmiges Ganzes daraus macht.

Was an diesem Abend wirklich geholfen hat, war ein phänomenal reagierendes Publikum – einige sogar in Outfits im Stil der Zeit –, das gekommen war, um die Musik zu feiern. Sie waren aktive Mitwirkende und gaben dem Abend echten Antrieb und Schwung. Schade nur, dass in einem Theatersetting die meisten sitzen bleiben mussten. Ich hatte das Gefühl, fast alle hätten lieber getanzt.

Be Bop A Lula ist ein gut inszeniertes Konzert – mehr zu erwarten, würde nur Enttäuschung provozieren. Was man bekommt, ist ein Abend voller grossartiger Musik, dargeboten von einem Ensemble, das das Material liebt und es mit der Liebe, Sorgfalt und dem Respekt spielt, den grossartiger Rock ’n’ Roll verdient.

Weitere Informationen gibt es unter www.bebopalulashow.com

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