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REZENSION: Fiona Jane Weston ... Und West End Freunde, Phoenix Artists Club

Veröffentlicht am

Von

julianeaves

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Fiona-Jane Weston...And West End Friends

Phoenix Artists Club

16. Oktober 2016

Unter den vielen gelegentlichen Abenden, die in den Programmen von Londons intimen Cabaret-Locations auftauchen, ist dies einer mit einem ganz eigenen, spannenden Konzept. Fiona-Jane, die Gastgeberin, bietet an, mit jedem ihrer Gäste der Reihe nach eine Kanne Tee zu teilen: eine bewusst bunt gemischte Truppe aus etablierten und neuen Acts und/oder Kreativen, zusammengestellt aus dem reich bevölkerten Terrain des Musik- und Entertainment-Talents.

Das Angebot dieses Monats war dafür ein Musterbeispiel. Den Anfang machte die Gastgeberin selbst: mit einer großartigen Interpretation von „Words“, am Klavier begleitet von William Godfree; trotz Erkältung war sie nicht zu bremsen und legte ein ordentliches Tempo vor. Sie ist eine große Verfechterin der Songs von Michele Brourman und Amanda McBroom, und dieser Song, „Titania's Terrible Truth“, war ein echter Volltreffer – und es sollte noch mehr folgen, inklusive eines unveröffentlichten Kleinods.

Der erste Gast war Adam Drew, eine Hälfte von „Bounder 'n' Cad“, einem aus Cambridge stammenden Duo, das man kürzlich im St James's (dessen James Albrecht ebenfalls im Publikum war) und sogar in der Downing Street No. 10 gesehen hat. Seine beiden Songs begeisterten (mit Ben Kermode an den Tasten): eine Hymne auf die Käsesorten dieser Welt; und danach eine brillante, geschniegelt-aktuelle Überarbeitung von „Let's Do It“: „Turtles creak and crack as they crawl to it;/ Somehow Rupert Murdoch and Miss Hall do it.“ Nur die Jungen können so grausam sein. (Ihre Zeit wird schon kommen!)

Außerdem durften wir die glanzvolle Präsenz von Adele Anderson erleben, einem der frühesten Mitglieder der unverwüstlich fesselnden „Fascinating Aida“. Als versierte Geschichtenerzählerin bekamen wir reichlich unterhaltsame Plauderei – und dazu einige ihrer eher fin-de-siècle anmutenden „Songs of Depression and Death“, die Dean Austin auf wundersame Weise wieder zum Leben erweckte. (Man bekommt bei diesem Event eben nur die Besten.)

Die zweite Hälfte wurde dann von Fiona-Janes Tribut zum 91. Geburtstag eines ihrer Alter Egos angeführt: Angela Lansbury. Wir sahen – und hörten – sie als Jessica Fletcher in hervorragender Form. Und schließlich wurde der Abend rund und mit Schwung abgeschlossen durch die üppigen, energiegeladenen Gaben eines weiteren schillernden Vorbilds mit demselben Namen: Jessica Martin. Sie verband einen erfrischenden Überblick über ihre umfangreiche Schauspiel- und Gesangskarriere (nur der Platzmangel auf der kleinen Bühne verhinderte, dass wir auch noch Tanz bekamen) mit Einblicken in ihr ebenso etabliertes Leben als Grafikdesignerin und Schöpferin showbiz-inspirierter Graphic Novels. Ihre perfekte Darbietung von „I Love a Film Cliche“ erinnerte uns an ihre unglaublichen Fähigkeiten als Imitatorin – und an ihr leidenschaftliches Engagement für eine Branche, die sie liebt (wunderschön begleitet von William Godfree). (Lesen Sie unsere Rezension zu Looking For Lansbury)

Und da haben Sie es. Im Kleinen ein wunderbarer Einblick in Leben und Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern des Musicaltheaters – mit einem kleinen, besonderen Dreh, der ein schönes Publikum anzieht, uns an Dinge erinnert, die wir schätzen, und uns obendrein auch noch ganz Neues bietet. Was könnte man sich mehr wünschen?

Bitte beachten Sie: Da diese Veranstaltung eine wechselnde Reihe von Künstlerinnen und Künstlern umfasst, wurde entschieden, keine Wertung zu vergeben. Das Fehlen einer Sternebewertung bedeutet keineswegs, dass uns die Show nicht gefallen hat – ganz im Gegenteil!

Foto: Neil Wickens

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