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KRITIK: Lonely Planet, Trafalgar Studios 2 ✭✭✭

Veröffentlicht am

15. Juni 2018

Von

pauldavies

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Paul T Davies bespricht Lonely Planet, aktuell im Trafalgar Studios 2.

Alexander McMorran (Jody) und Aaron Vodovoz (Carl) in Lonely Planet. Foto: Richard Hubert-Smith Lonely Planet Trafalgar Studios 2

14. Juni 2018

3 Sterne

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Steven Dietz’ Stück wurde ursprünglich 1993 uraufgeführt – eingekeilt zwischen anderen AIDS-bezogenen Stücken wie My Night With Reg und Angels in America. Hier erlebt es in dieser Produktion, die vom Tabard Theatre ans West End transferiert, seine UK-Premiere; eine recht sanfte, warmherzige Komödie über zwei Freunde, die versuchen, die Epidemie zu überstehen. Jody betreibt ein Kartengeschäft, ist ein bisschen Karten-Nerd, ein stiller, freundlicher Mann, und sein Freund Carl hat keinen festen Job, gibt zu, dass er ein Lügner ist, und führt ein Leben ausserhalb des Ladens. Jody wird zunehmend agoraphobisch, je unsicherer sich die Welt draussen anfühlt, und Carl ermutigt ihn, den Laden zu verlassen. Währenddessen schleppt Carl immer wieder Stühle in den Laden, und das Stück bekennt sich zu seiner Schuld bei Ionescos Die Stühle.

Aaron Vodovoz (Carl) und Alexander McMorran (Jody) in Lonely Planet. Foto: Richard Hubert-Smith

Das Zusammenspiel der beiden ist sehr schön herausgearbeitet, und Ian Browns Inszenierung ist gut getaktet. Allerdings sind die Metaphern etwas offensichtlich: Die Enthüllung, dass die Stühle für jeden Freund und jeden Mann stehen, den sie kennen und der an der Krankheit gestorben ist, wird von Anfang an angedeutet, und Jodys Träume, in denen er stets widerwillig zum Helden gezwungen wird, betonen seine Untätigkeit angesichts der Krise ein wenig zu stark. Hinzu kommen zu lange Exkurse über Karten, wodurch die Analogie – die Krise zu kartieren und sich auf einem so grossen Planeten einsam zu fühlen – etwas repetitiv wirkt. Als Jody fand ich Alexander McMorran in der Darstellung der alltäglichen Angst seiner Figur stellenweise etwas hölzern, doch Trauer vermittelt er sehr eindrucksvoll. Im Gegensatz dazu ist Aaron Vodovoz als Carl ein Energiebündel – eine äusserst sympathische und unterhaltsame Figur.

Aaron Vodovoz (Carl) und Alexander McMorran (Jody) in Lonely Planet. Foto: Richard Hubert-Smith

Die Zeit mag das Stück ein wenig gealtert haben, doch es gibt einige hervorragende Pointen, und die Freundschaft wird ehrlich gespielt – es gibt eine grossartige Szene, in der sie Star Wars nachspielen und dabei Kartenhülsen als Lichtschwerter benutzen, und das Ganze ist sehr liebevoll. Auch wenn es eher leichtgewichtig ist (man könnte das Stück etwas straffen, ohne Pause spielen und würde von Kürze profitieren), ist es ein angenehmer Abend – und es ist grossartig, ein selten gespieltes (in Grossbritannien) AIDS-Stück zu sehen. Die Spielzeit wird durch gelegentliche Q&As und Gastsprecher:innen begleitet, und die Produktion ist Teil von Pride in London.

Bis 7. Juli 2018

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