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REZENSION: Daisy zieht es durch, Park Theatre ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert die beschwingte Wiederaufnahme des herrlich überdrehten Daisy Pulls It Off im Park Theatre

Die Besetzung von Daisy Pulls It Off im Park Theatre Daisy Pulls It Off

Park Theatre

Vier Sterne

Jetzt buchen Daisy Pulls It Off lief drei Jahre lang im West End (und war eine der ersten Produktionen, die ich überhaupt im Theater gesehen habe) – umso schöner, dass das Stück nun in dieser lebendigen Inszenierung im Park Theatre wieder auf dem Spielplan steht. Während es am Gielgud Theatre (damals noch Globe genannt) mit 13 Darsteller*innen gespielt wurde, hat Go People diese neue Produktion auf nur sieben Schauspieler*innen verschlankt – so wie bei der Uraufführung am Nuffield Theatre in Southampton 1983. Dass das Ensemble dadurch Rollen doppelt und sogar dreifach besetzen muss, steigert den aberwitzigen Spaß des Abends nur noch.

Für diese meisterhafte Parodie griff Denise Deegan auf klassische Kinder- und Jugendgeschichten über Intrigen und Dramen in Mädcheninternaten zurück – von Angela Brazil bis zu Enid Blytons Malory Towers, die vor dem Siegeszug von Harry Potter und Teenager-Vampiren populär waren. Eingefasst als Amateuraufführung einer Gruppe von Schülerinnen der Upper Fourth an der Grangewood School for Girls, erzählt Daisy Pulls It Off von den Abenteuern einer Clique eben dort, angeführt von Daisy Meredith: einem armen Mädchen von der Grundschule, das durch ein Stipendium in die elitäre Welt der Public Schools katapultiert wird. Es folgen Klassenraum-Politik, verborgene Schätze und jede Menge weitere Turbulenzen – in Paulette Randalls Regie in atemlosem, mitreißendem Tempo.

Die Besetzung ist nicht nur „colour-blind“, sondern auch „gender-blind“: Der einzige männliche Darsteller, Freddie Hutchins, spielt sowohl die Schülerin Belinda Mathieson als auch den Musiklehrer Mr Scoblowski – nicht jedoch die andere männliche Figur, die überraschenderweise von Clare Perkins übernommen wird. Und die Produktion geht noch weiter und setzt auf „age-blind“ Casting: Schauspieler*innen in ihren 40ern und 50ern spielen Teenager. So bekommen wir die wunderbare Gelegenheit, Pauline McLynn in einer urkomischen Darstellung der 15-jährigen Streberin Trixie Martin zu erleben. Sie ist Teil eines sehr witzigen Ensembles – besonders hervorzuheben Melanie Fullbrook als bewundernswerte Head Girl Clare Beaumont sowie Lucy Eaton, die sowohl als taffe irische Prefect Alice Fitzpatrick als auch als furchteinflößende Headmistress Miss Gibson beeindruckt. Als beherzte und einfallsreiche Daisy ist Anna Shaffer das Herz der Show und liefert ein gut gelauntes Gegengewicht zu den vielen anderen komischen Auftritten, zu denen auch Shobna Gulati und Freddie Hutchins zählen.

Das reduzierte Bühnenbild ist ein weiterer Volltreffer: Libby Watson hat es pfiffig als riesige Tafel entworfen. Mike Robertson verdient zudem Lob für sein detailreiches, schlagfertiges Lichtdesign, das für die rasante Handlung unverzichtbar ist – inklusive des wohl spannendsten Hockeyspiels, das man je auf einer Bühne sehen wird. Zwar zeichnet das Stück eine Welt, in der alles „für die Schule und für England“ geschieht, doch sollte man hier keine tiefen Einsichten in Englishness oder das Klassensystem erwarten. Auch wenn diese Werte auf die Schippe genommen werden, gibt Daisy Pulls It Off sich nicht als etwas anderes aus als als rundum vergnüglicher Spaß.

Zu sehen bis 13. Januar 2018

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