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KRITIK: Frankenstein, Wilton’s Music Hall ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

17. März 2017

Von

markludmon

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Frankenstein

Wilton's Music Hall

16. März 2017

4 Sterne

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In der gefeierten Frankenstein-Inszenierung des National Theatre aus dem Jahr 2011 wechselten sich Benedict Cumberbatch und Jonny Lee Miller bekanntlich während der gesamten Spielzeit in den Rollen von Dr. Frankenstein und der Kreatur ab – und betonten so die Parallelen zwischen den beiden scheinbar gegensätzlichen Figuren. Dieses Doppelgängermotiv, das sich bereits durch Mary Shelleys ursprünglichen Gothic-Roman zieht, treibt Tristan Bernays in seiner Bühnenfassung noch weiter: Er besetzt beide Rollen mit nur einem Schauspieler.

Die Inszenierung destilliert die Kernhandlung gekonnt und verlagert den Schwerpunkt stark auf die Kreatur: Sie beginnt mit dem Moment ihrer Erschaffung in Dr. Victor Frankensteins Labor und verfolgt ihre unbeholfene, verängstigte Entwicklung – vom zurückgewiesenen, kindlich unschuldigen Wesen, das sich im Wald versteckt, hin zu einem Menschen mit Verstand und dem Bedürfnis nach Gemeinschaft. Für alle, die die Originalgeschichte nicht kennen, erinnert die Produktion daran, dass das ikonische Monster nicht der schwerfällige Grobian ist, den Boris Karloff in den 1930er-Jahren prägte, sondern ein intellektuelles, voll bewusstes Wesen, das Plutarch, Milton und Goethe gelesen hat – wenn auch mit einem schockierend entstellten, furchteinflössenden Äusseren. Wie der Roman erkundet auch das Stück, inwieweit die Kreatur nicht aus Natur zum Monster wird, sondern durch die Art, wie ihr „Vater“ und der Rest der Welt sie behandeln.

Trotz seines jungenhaften, hübschen Gesichts verkörpert George Fletcher die Kreatur mit geschmeidiger Bewegung und gequälter Mimik – ganz ohne zusätzliches Make-up. Mit kurzen Wechseln zu Victor, als die Kreatur ihrem Schöpfer endlich begegnet, liefert der junge Schauspieler – frisch vom Royal Welsh College of Music & Drama – eine bravouröse Leistung, die das Publikum über die 70 Minuten Spielzeit hinweg fesselt. Unterstützt wird er von Rowena Lennon, die unter anderem Victors Verlobte Elizabeth spielt und zudem Geräuscheffekte und das Bühnengeschehen mitgestaltet. Straff inszeniert ist das Ganze von Eleanor Rhode gemeinsam mit dem Movement Director Tom Jackson Greaves. Mit nur wenigen Requisiten wie einem Spiegel und kahlen Glühbirnen wird die Bühne atmosphärisch von Lawrence T Doyle ausgeleuchtet, ergänzt durch eine ausdrucksstarke Klanglandschaft von David Gregory.

Ursprünglich am Watermill Theatre bei Newbury gezeigt, hat die Produktion nun ein passendes Zuhause in der grossartigen, leicht verblassten Pracht des 19. Jahrhunderts von Wilton's Music Hall in Whitechapel gefunden. Auch wenn es derzeit keine Neuigkeiten zu weiteren Gastspielen gibt: Halten Sie Ausschau nach dieser beeindruckenden Schöpfung.

Zu sehen bis 18. März 2017.

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