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KRITIK: Liza Pulman singt Streisand, The Other Palace ✭✭✭✭✭
Veröffentlicht am
16. Oktober 2018
Von
jenniferchristie
Jennifer Christie rezensiert Liza Pulman Sings Streisand im The Other Palace.
Liza Pulman Sings Streisand The Other Palace (im Rahmen der UK-Tournee)
15. Oktober 2018
5 Sterne
Tourdetails Liza Pulman Sings Streisand beginnt mit den Stimmen von Frauen aus der Bronx, die über Barbra sprechen – und damit die Bühne bereiten, bevor die Musik einsetzt. Liza und die Band Stardust präsentieren ein Programm, das randvoll ist mit Songs aus einem ganzen Leben. Liza Pulman Sings Streisand ist derzeit auf UK-Tournee, die bis ins Jahr 2019 hineinreicht. Der Abend startet mit einem der Stücke, die untrennbar mit Streisand verbunden sind: Don’t Rain on My Parade, das nahtlos in You’ve Got a Friend übergeht. Damit ist das Muster der Show gesetzt: Sie tanzt zwischen Songs aus unterschiedlichen Stilrichtungen und Epochen. Der Musical Director Joseph Atkins sitzt am Klavier und zeichnet zudem für die Arrangements verantwortlich. Meist beginnen sie ganz im Streisand-Stil und kippen dann in eine eigene Form – die Klassiker bekommen so einen Stempel aus Originalität und Frische.
Liza Pulman ist eine Naturgewalt und verfügt über einen Background sowie eine Ausbildung im Operngesang. Es ist ein Genuss zu hören, wie sich ihre sinnlichen, geschmeidigen Stimmfarben zu einem reichen, kraftvollen Höhepunkt verbinden. Oft klingt der Timbre von Streisands Stimme an, doch Liza macht von Beginn an klar, dass es darum geht, dem Original Tribut zu zollen, ohne es zu imitieren. Das Ergebnis: Streisand – mit einem großen, köstlichen Stück Liza.
Neben ihrem makellosen, wunderschön kontrollierten Gesang glänzt Pulman mit einer emotionalen Direktheit, wie man sie in Konzertabenden nur selten erlebt. In ihrer Version von You don’t Bring Me Flowers habe ich den Text klarer verstanden als je zuvor.
Doch Liza ist nicht das einzige Ausnahmetalent auf der Bühne – und sie würdigt regelmäßig die Jungs in der Band. Als Ensemble klingt es, wenn nötig, dicht und satt, zeigt sich aber ebenso luftig und lyrisch. Die Arrangements sind klug und besitzen eine beeindruckende Bandbreite an Kontrasten. Sie legen Harmonien und Klangfarben frei, die den Kern dieser Musik ausmachen. Und einzeln sind sie in ihrem jeweiligen Fach schlicht Meister.
Der Verlauf des Abends ist hervorragend konzipiert: Mit Anekdoten und „Barbra“-Fakten, die großzügig zwischen die Nummern gestreut werden, bleibt das Tempo angenehm beschwingt – nur in der zweiten Hälfte gibt es einen kleinen Hänger, wenn ein paar der weniger bekannten Song-Auswahlen an der Reihe sind.
Als krönender Abschluss eines funkelnden Unterhaltungsabends singt Liza Happy Days are Here Again und kehrt nach einem hochverdienten Standing Ovation zurück auf die Bühne, um mit People zu enden. Wer vielleicht als Barbra-Streisand-Fan gekommen ist, wird ganz sicher als Liza-Pulman-Fan gegangen sein – sie ist, ganz einfach, überragend!
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