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KRITIK: Love Story, Union Theatre ✭✭✭
Veröffentlicht am
Von
douglasmayo
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David Albury und Victoria Sierra in Love Story im Union Theatre. Foto: Darren Bell
Die Howard-Goodall-Spielzeit im Union Theatre in Southwark geht weiter – mit einer Inszenierung von Love Story, basierend auf dem Roman von Erich Segal und dem späteren Film mit Ali MacGraw und Ryan O’Neil.
Eine Bühnenadaption des Oscar-nominierten Films Love Story war nie eine leichte Aufgabe. Wenn man ein Ende hat, in dem die wichtigste weibliche Figur mit 25 stirbt, ist der Weg in ein überladenes Melodram nicht weit – doch Love Story umschifft dieses Dilemma, indem es eine Erzählweise wählt, die vielleicht ein wenig zu leichtfüßig gerät.
Eine der großen Stärken des Union Theatre ist die Fähigkeit, Stücke in einer reduzierten Form zu zeigen, in der Material und Talent ungehindert glänzen können. Das ist bisweilen ein Damoklesschwert, denn dieses Format kann Schwächen ebenso sichtbar machen und verstärken. Sasha Regans Inszenierung von Love Story funktioniert in dieser Form wunderbar: Sie erlaubt einen voyeuristischen Einblick in eine tragische Beziehung, die durch die Intimität des Hauses noch intensiver wirkt. Die beeindruckende Eröffnungsszene war berührend und elegant direkt aufs Herz gezielt, doch in Songs wie „Pasta“ ging der im Text klar markierte Zeitsprung (in diesem Fall mehrere Jahre) in der szenischen Umsetzung verloren.
Victoria Sierra als Jenny Cavilleri und David Albury als Oliver Barratt IV: Das junge Student*innenpaar teilt Wärme und jugendliche Leidenschaft und ist entschlossen, seinen Platz in der Welt zu finden – trotz familiärer Vorbehalte. Zwischen beiden stimmt die Chemie, sodass das Publikum ihre Beziehung bereitwillig mitgeht. Obwohl der Fokus des Stücks auf diesem Duo liegt, gibt es einige großartige Momente rund um die Eltern des Paares, von denen ich gern mehr gesehen hätte.
Unter der musikalischen Leitung von Inga Davis Rutter und ihrem magischen Quartett wird Goodalls Partitur mit Verve gespielt. Sierra und Cavilleri machen es leicht, sich auf dieses tragische Märchen einzulassen – doch am Ende bleibt Love Story hinter dem ganz großen Tränenzieher zurück, was wirklich schade ist.
Love Story läuft im Union Theatre bis zum 25. Oktober. Tickets: 020 7261 9876 oder www.uniontheatre.biz
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