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REZENSION: Nice Fish, Harold Pinter Theatre ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

12. Dezember 2016

Von

Richard Earl

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Jim Lichtscheidl und Mark Rylance in Nice Fish. Foto: Richard Turmine Nice Fish Harold Pinter Theatre 1. Dezember 2016

4 Sterne

Tickets buchen | Mehr Infos Ein zugefrorener See.  Minnesota.  Zwei Männer, Erik (Jim Lichtscheidl) und Ron (Mark Rylance), brechen zu einem Angelausflug auf.  Das ist mehr oder weniger die Ausgangssituation von Nice Fish, das nach einer Spielzeit im St Ann’s Warehouse in New York nun ins Londoner West End ans Harold Pinter Theatre transferiert ist.  Es ist ein auf eigentümliche Weise fesselndes Stück, mit einer ordentlichen Portion Humor – und dazu nur einem Hauch von Absurdität. Das Stück, mitverfasst von Rylance und inszeniert von seiner Frau Claire van Kampen, bringt die Prosagedichte von Louis Jenkins auf die Bühne; einige davon dürften Ihnen bekannt vorkommen, falls Sie Rylances Tony-Award-Dankesreden 2008 oder 2011 gesehen haben.  Nice Fish besitzt eine unverkennbare lyrische Qualität mit einem verspielten Ton; eine perfekte Ergänzung zu Rylances Vortrag, der etwas von einer jenseitigen Unschuld hat, das Publikum in den Bann zieht und aus jeder einzelnen Silbe das letzte Quäntchen Potenzial herauspresst.

Mark Rylance und Bob Davis in Nice Fish. Foto: Richard Turmine

Bei Produktionen mit Rylance gibt es immer eine kleine Gefahr: Sie können wie eine unbeabsichtigte One-Man-Show wirken.  Das liegt weder am Material noch an den übrigen Darstellenden; vielmehr ist es ein Beleg für die Meisterschaft dieses Ausnahmekünstlers.  In dieser Inszenierung zeigt Rylance ein funkelndes komisches Timing und eine Feinfühligkeit für Jenkins’ Text, die dafür sorgt, dass das Publikum ihm von der ersten Minute an völlig verfällt.  Umso erfreulicher ist, dass dieses Stück nicht in die eben beschriebene Falle tappt.  So sehr Rylances Ron auch einer Meisterklasse gleicht, wird er von Mitspielenden flankiert, die mühelos dagegenhalten – Lichtscheidls etwas düsterer Erik ist nicht weniger sehenswert und bildet einen wunderbar kontrastierenden Gegenpol.

Die wunderschöne Puppenführung, die immer wieder eingesetzt wird, um Perspektive und Bewegung hinzuzufügen, lädt uns ein und lässt uns bereitwillig auf die verspielte, nachdenkliche Reise ein, auf die Ron und Erik sich begeben – in ihrem Versuch, einen lohnenswerten Fisch an Land zu ziehen. Dabei treffen sie auf eine Reihe von Einheimischen, bevor wir am Ende alle gemeinsam in Richtung Absurdität taumeln und der Abend ausklingt.  Das Stück mag weder bahnbrechend noch revolutionär sein, aber es ist ungemein unterhaltsam.  Mit der Gelegenheit, Rylance dabei zuzusehen, wie er Louis Jenkins’ großartigen Text auf ungemein liebenswerte Weise zum Leben erweckt – und selbst dem größten Raum Unmittelbarkeit und Intimität verleiht –, lohnt sich das unbedingt.

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