NACHRICHTEN
KRITIK: Swallow, Traverse Theatre ✭✭✭✭
Veröffentlicht am
Von
markludmon
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Swallow
Traverse Theatre
Vier Sterne
In Stücken wie dem schonungslosen, mit dem Olivier Award ausgezeichneten Roadkill sagt die junge schottische Dramatikerin Stef Smith, sie zeichne die Leichtigkeit und Dunkelheit des modernen Lebens nach. In Swallow erkundet sie Einsamkeit und den Kampf um Nähe anhand dreier Frauen, die jeweils ihr eigenes, verzweifeltes Leben führen. Rebecca richtet ihre Wut und ihren Schmerz gegen sich selbst, nachdem ihr Partner sie für eine andere Frau verlässt; Samantha kämpft darum, ihre wahre Identität als Mann – Sam – zu behaupten; und Anna verkriecht sich in ihrer Wohnung und versucht, sich über die wirkliche Welt zu erheben, indem sie sich in der Sicherheit ihres häuslichen Nests eine eigene Realität konstruiert. Als ihre Leben sich zu überschneiden beginnen, sehen wir, wie sie tastend eine Reise zurück zur Verbindung antreten. Herzstück des minimalistischen Bühnenbilds von Fred Meller ist eine freistehende Tür, die zunehmend die Barrieren widerspiegelt, die sie voneinander und von der Außenwelt trennen. Die drei Frauen werden von Anita Vettesse, Sharon Duncan-Brewster und Emily Wachter herausragend gespielt – mit einer Mischung aus schwarzem Humor und vernichtendem Schmerz, die stellenweise tief berührt, ohne in Sentimentalität abzurutschen. Diese kraftvolle Inszenierung, präzise geführt von Orla O'Loughlin, ist ein Höhepunkt des diesjährigen Edinburgh Festival Fringe und ein weiterer Beweis für Smiths Fähigkeit, den Kampf und die Hoffnung des Alltags einzufangen.
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