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INTERVIEW: Ryan McBryde - Kreativdirektor am Mercury Theatre Colchester

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Spannende Zeiten für das Mercury Theatre in Colchester.  Das Haupttheater hat gerade wegen einer Sanierung im Wert von 9,6 Millionen Pfund geschlossen. Dabei werden Proberäume,  Kostümabteilung und Werkstatt unter einem Dach zusammengeführt und die öffentlichen Bereiche erweitert. Die Wiedereröffnung ist für Herbst 2020 geplant – bis dahin zieht das Haus nach Abbey Fields um, unter ein großes Zirkuszelt! Paul T. Davies sprach mit dem neuen Creative Director Ryan McBryde über die Spielzeit unter der Plane, seine Vision für das Theater und die Kulturszene in Colchester.

PTD: Ich denke, am besten fangen wir mit der Frage an: Warum Colchester? Du hast als freier Regisseur bereits eine erfolgreiche Laufbahn – was hat dich an diesem Haus gereizt? RM: Ich hatte hier eine wirklich großartige Erfahrung als Regisseur von Pieces of String und danach Moll Flanders. Ich habe mich in die Stadt verliebt, und das Team hier im Haus ist unglaublich. Sie haben mich so herzlich aufgenommen und unterstützt – und diese beiden Produktionen zählen für mich zu meinen glücklichsten kreativen Erlebnissen. Dann wusste ich, dass Daniel (Buckroyd) geht, und das große Bauprojekt schien der perfekte Moment zu sein, das Theater neu auszurichten und Teil einer aufregenden Entwicklung zu werden. Außerdem bin ich in einem Alter, in dem – so sehr ich die Freiberuflichkeit liebe – ein bisschen Wurzeln schlagen sich einfach richtig anfühlt! PTD: Das lokale Publikum erinnert sich sehr gern an deine Produktionen hier; Pieces of String war besonders bei allen, die es gesehen haben, ein Riesenerfolg. Wo hast du zuvor gearbeitet? RM: Kurz gesagt: überall – aber besonders in Deutschland, am West Yorkshire Playhouse und zuletzt am Salisbury Playhouse. Das ist meine erste Stelle als künstlerischer Leiter, und ich kann es kaum erwarten, loszulegen! PTD: Und wie sieht deine Vision für das Mercury aus? Worauf dürfen wir uns freuen? RM: Die Entwicklung des Gebäudes eröffnet uns so viele Möglichkeiten. Zunächst möchte ich eine enge Verbindung zur Community aufbauen – herausfinden, was die Menschen sehen und woran sie teilhaben möchten. Das Theater wird ganz klar ein kreatives Zentrum sein. Vielleicht wurde der Studio-Raum in letzter Zeit nicht so genutzt, wie es möglich wäre; er soll deshalb zu einem echten Brutkasten für Kreative werden – von denjenigen, die gerade erst anfangen, bis zu etablierten Künstler*innen, und lokale Gruppen sollen dabei unbedingt eine zentrale Rolle spielen. Ich möchte meine Kontakte nutzen, um Compagnien zu locken, die den Osten Englands vorübergehend als Zuhause betrachten – zum Beispiel die RSC; wir werden Netzwerke aufbauen.  Außerdem bekommen wir dieses wunderbare neue Gebäude, das deutlich barriereärmer sein wird, mit einem Café und einem Foyer, in dem man sich treffen und ins Gespräch kommen kann. Ich habe drei Bereiche, die ich erkunden und weiterentwickeln möchte: Education, Audience Development und Creative Talent. Ein Teil dieser Aufgabe ist es, der lokalen Community zuzuhören. PTD: Du legst ja schon einen großartigen Start hin – mit Oliver! Kannst du uns mehr über die „Big Top“-Spielzeit erzählen? RM: Weniger ein Zelt als vielmehr ein Ort voller spannender Möglichkeiten. Wir machen eine Koproduktion mit Colchester Operatic von Oliver, wobei das Kreativteam von uns hier am Mercury gestellt wird. Das Niveau der Bewerber*innen beim Vorsprechen war herausragend; die Castings waren wirklich hart, weil wir begrenzen müssen, wie viele Kinder und Erwachsene wir auf dieser Bühne unterbringen können! Aber es ist wunderbar, das lokale Talent hier kennenzulernen. Außerdem inszeniere ich die Pantomime Cinderella – das wird in diesem Raum großartig – und wir haben einige tolle Gastspiele auf Tour: Ich kann es kaum erwarten, Madagascar the Musical zu sehen, und für Erwachsene gibt es Avenue Q! Es gibt uns auch die Möglichkeit, Comedy-Abende mit Leuten wie Ross Noble und Josh Widdicombe zu veranstalten. Aber mehr noch: Ich möchte, dass es ein Wunderland wird. Mit den Plänen, die wir haben, um den Raum zu beleuchten und das Publikum zu begrüßen – das wird magisch! PTD: Das klingt unglaublich, und unter der Plane zu sitzen wird für uns alle ein ganz neues Erlebnis! Und darüber hinaus: Welche Art von Programm möchtest du dann im neuen Gebäude zeigen? RM: Ich hoffe, dass sich das Zelt ein bisschen wie Kneehighs Asylum Theatre im Südwesten anfühlt – eine Compagnie, die ich sehr bewundere, ebenso wie Headlong und Complicité;  das sind Ensembles, die ich sehr gern nach Colchester holen würde.  Und dann ist da die Liste an Musicals und Theaterstücken, die ich selbst gern inszenieren würde! Außerdem geht es darum, eine Plattform für lokales, neues, aufstrebendes und bereits etabliertes Talent zu schaffen. Ich liebe Dramatiker*innen von Priestley bis Prebble – und das wird für uns alle eine aufregende Zeit! Die Mercury-Herbstspielzeit ist ab sofort im Verkauf. Besuchen Sie die Mercury Theatre Colchester Website. Das Mercury-Rising-Projekt zur Fertigstellung des Neubaus muss noch 460.000 Pfund einwerben. Um die vielen Möglichkeiten zum Spenden zu sehen, gehen Sie bitte auf https://www.mercurytheatre.co.uk/support/

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