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Ein Rückblick auf das allererste Colchester Fringe Festival

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies blickt auf das allererste Colchester Fringe Festival zurück.

Das erste Colchester Fringe Festival erwies sich als riesiger Erfolg und füllte Spielstätten in der ganzen Stadt mit Theatre, Comedy, Familienvorstellungen und vielem mehr. Ich konzentriere mich normalerweise auf Theatre, und da ich beim Festival meine eigene Show präsentierte, war meine Zeit begrenzt – dennoch versuchte ich, ein möglichst vielseitiges Programm zu sehen. STAND-UP Luke Poultons Bad Movies ist eine hervorragende Show, voller Zuneigung für wirklich furchtbare Filme, und sie stellte mir einige „Klassiker“ vor, die ich jetzt unbedingt sehen will – ich meine: Shark Exorcist schreit geradezu nach einem Filmabend! Es gibt so viele Horrorschinken, von denen ich nie wusste! Eine rundum unterhaltsame Einführung in die DVD-Ramschkiste! (4 Sterne) Every Thing I Know I Learned from Eurovision von Jo Fletcher Cross machte riesigen Spass und beschäftigte sich mit dem Glitzerkugel-Lichtstrahl, den der Song Contest in eine schwierige Kindheit werfen kann. Es gibt viele starke Passagen, aber dann begann ein etwas zu langes „Intervall-Entertainment“ von Kazoo-Spieler Lee Ashcroft das Tempo zu bremsen. Die Idee ist gut, braucht aber noch mehr Feinschliff, und das Stück fühlte sich zunehmend wie Work in Progress an. Das Potenzial ist allerdings enorm – und die Eurovision-Fans im Publikum stellten mich mühelos in den Schatten! (3 Sterne) Ähnliche Gefühle hatte ich bei Drag Bingo mit Gastgeberin Shar Cooterie. Das war eine lockere, vergnügliche Stunde Bingo, wirkte aber etwas chaotisch; und das Publikum einzuladen, Fragen per Nachricht zu schicken, die die Host dann beantwortet, brachte zwar eine hübsche Prise Nervenkitzel, fühlte sich jedoch wie Füllmaterial an. Man hätte Songs einbauen können, und das Bingo-Calling hätte noch deutlich schmutziger sein dürfen – aber es gab vieles, das Spass gemacht hat. (3 Sterne) FAMILIENVORSTELLUNGEN. Es gab einige grossartige Familienshows, und zwei Magie-Acts stachen besonders heraus. Saska: Bull in A China Shop machte grossen Spass; seine Figur ist die eines ausländischen Magiers (Herkunft, schwer festzunageln!), der an der Grenze zur Inkompetenz entlangschrammt – und dann doch erstaunlich beeindruckende Kunststücke abliefert. Tolle Interaktion mit den jungen Leuten im Publikum und genug käsige Gags, um auch die Eltern zufriedenzustellen! (4 Sterne) Entrée von Jose Pedro Fortuna (Portugal) war eine wunderbare Entdeckung. Wieder ist sein Act der eines möglicherweise ungeschickten Magiers, aber er ergänzt ihn um eine grossartige Reihe Slapstick-Momente, nutzt die Requisiten hervorragend und steuert auf eine Ankündigung zu, die wir nie zu hören bekommen! Durchgehend exzellentes komödiantisches Timing – eine Masterclass darin, wie man ein Publikum hält: von jungen, interaktiven Kommentator:innen bis hin zu begeisterten Erwachsenen! (4 Sterne) Wunderbar war auch, ein neues Stück willkommen zu heissen, geschrieben und inszeniert von einer der „young fringers“, Jaz Skingle. Ghost Therapy spielt in der Praxis von Dr. Soul, die denjenigen im Jenseits bei ihren Problemen hilft, und zeigt eine Reihe von „Klient:innen“. Die Gagdichte ist sehr hoch, und obwohl das Timing bei der ersten Vorstellung etwas zäh war, steigerte sich das Stück zu einem urkomischen Finale, als Dr. Soul sich ihren eigenen Phobien stellen muss – wobei Ewan Purser als ihr Assistent Ryan die Show stiehlt. Ein sehr lustiges, gut gebautes Stück, mit einem herrlich spukig-komischen Spectre von Emma Pallet. (3 Sterne) THEATRE UND TANZ. Herausragende Arbeit von Radio Vision, die zwei kurze Hörspiele präsentierten, clever als visuelles Erlebnis inszeniert. Beide Stücke stammen aus der Feder von Griff Scott; das erste, Jumbo, war eine amüsante Geschichte rund um Colchesters Wahrzeichen, einen viktorianischen Wasserturm, der vor Ort als Jumbo bekannt ist. Doch das zweite Stück, Number One North Sea, war wirklich ein Highlight des Fringe. Von allen wunderbar gespielt, war es eine bewegende, originelle Geschichte, die Schicht um Schicht freilegt – und das Publikum wirkungsvoll verdreht und überrascht. Ein Werk, das eine Zukunft verdient. (5 Sterne) Aus Italien zeigte Birbanti Let’s Try Gay, in dem sich zwei heterosexuelle männliche Freunde treffen, um als Folge einer verlorenen Wette einen schwulen Pornofilm zu drehen. Natürlich geht es in dem Stück nicht um die potenziell explizite Begegnung – vielmehr ist es ein zärtliches, warmes Stück über männliche Freundschaft, Unsicherheit und darüber, wie Männer ihre Gefühle nicht aussprechen. Sehr gut gespielt, endet es mit einem Hinweis darauf, dass die Begegnung für den einen mehr bedeutete als für den anderen – da gibt es noch einiges weiter zu erkunden. (4 Sterne) Zurück in die Roaring Twenties war ein fantastisches Tanzstück von Movement Space. Auch wenn es keine starke erzählerische Linie über die Roaring Twenties von 2021 und 1921 gab, war dieses Thema in der herausragenden Musik und der superb choreografierten Arbeit von Jonathan Prestley sowie in der hochoktanigen Energie seiner Tänzer:innen klar präsent. (4 Sterne)

Das Fringe war ein wunderbares Erlebnis und hat gezeigt, dass es in der Stadt ein echtes Publikum für Festivals dieser Art gibt. Auf das nächste Jahr – und darauf, dass das Event weiter wächst!

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