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REZENSION: Jesus Christ Superstar, Frinton Sommer Theater ✭✭✭✭✭

Veröffentlicht am

27. August 2022

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert Andrew Lloyd Webber und Tim Rices Rockoper Jesus Christ Superstar, die im Zirkuszelt („Big Top“) als Teil der Frinton Summer Theatre-Saison aufgeführt wird.

Jesus Christ Superstar.

Frinton Summer Theatre

23. August 2022

5 Sterne

Website des Frinton Summer Theatre

Mein erstes Geständnis: Ich habe Jesus Christ Superstar bis jetzt noch nie gesehen. Mein zweites Geständnis: Ich bin kein riesiger Fan von Andrew Lloyd Webbers Musik. Mein drittes Geständnis: Auch wenn ich nicht vollständig bekehrt bin, hat Clive Brills einfallsreiche, aussergewöhnliche Big-Top-Produktion die Stärken dieses Musicals mit Klarheit und Emotion freigelegt. Gespielt von einer hervorragenden Compagnie, trifft hier The Greatest Story auf The Greatest Showman – mit Luftakrobatik ebenso wie mit zahlreichen Zirkuselementen. Es ist, als hätte der Abschied von der MacGregor Hall die Truppe beflügelt: frei von räumlichen Zwängen, und doch bewahrt die Traverse-Bühne die Intimität des Hauses.

Das Ensemble ist überragend. Tim Rogers fängt Christi letzten Weg perfekt ein: anfangs scheint er fast zu sehr an seinen Ruhm und die Verehrung zu glauben, dann entdeckt man nach und nach, wie unbehaglich ihm das Dasein als Superstar ist – die kleinste Bewegung vermittelt so viel Zweifel. Darf ich sagen: Er vermenschlicht die Rolle? Hugh Maynard, vor ein paar Jahren am Mercury ein herausragender Sweeney Todd, ist als Judas ebenso beeindruckend – eine mitfühlende, zutiefst bewegende Darstellung. Rebecca Worth ist eine grossartige Maria, nicht nur in ihrer herausragenden Ballade I Don’t Know How To Love Him; wann immer der Blick auf sie fällt, ist sie vollkommen in die Geschichte eingebunden. Besonders erwähnenswert sind die tiefen Basstöne von Jad Habchis Kaiphas, die das Zelt mit Kraft füllen, und Clive Brill selbst hat als Ringmaster Herodes einen wunderbaren Auftritt. Doch es gibt kein schwaches Glied – dazu die hervorragende musikalische Leitung von Steven Edis und ein wirklich grossartiger Chor (schauen Sie jederzeit hin: sie sind voll bei der Geschichte) – und wir haben hier etwas Besonderes. Das Design passt hervorragend zum Ort, und mir gefiel der Clockwork-Orange-Touch der Obrigkeit; die streifenförmige Neonbeleuchtung wirkt sehr effektiv als bedrohliche Präsenz.

Ob man christlichen Glauben hat oder nicht: Man muss schon ein Herz aus Stein haben, um von dieser Geschichte nicht bewegt zu werden. Und die Produktion weiss instinktiv, dass das Beste ist, die Musik für sich selbst sprechen zu lassen – eine Neuinterpretation braucht es nicht. Für Clive Brill war es ein Herzensprojekt: Jahrelang versuchte er, die Rechte zu sichern, seit ihn sein Theaterlehrer in die Originalproduktion mitgenommen hatte. Ich schätze sehr, dass die Show allen Theaterlehrkräften gewidmet ist, die eine Leidenschaft fürs Theater entfachen. Ich sage: Das Warten hat sich gelohnt – jeder Fan der Show sollte sich an die wunderschöne Essex-Küste aufmachen, um diese Produktion zu erleben.

Bis 4. September

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