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REZENSION: The First, Pit, Vault Festival, London ✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

douglasmayo

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Mark Ludmon rezensiert The First, ein neues Stück von Barry McStay, das derzeit im Rahmen des Vault Festival 2020 in The Vaults, London, gezeigt wird.

Foto: Alessa Davison The First

Pit, Vault Festival, London

Drei Sterne

Website des Vault Festival

1969, als Apollo 11 auf den Mond zuraste, bereitete US-Präsident Richard Nixon eine Rede vor, um den bei der Mondlandung getöteten Astronauten zu gedenken. Am Ende machten Neil Armstrong und Buzz Aldrin „einen riesigen Sprung für die Menschheit“ und kehrten sicher nach Hause zurück – doch diese düstere Fußnote der Geschichte hat Barry McStay zu seinem neuen Stück inspiriert. Beim letztjährigen Vault Festival landete er mit seiner fledermausbezogenen Liebesgeschichte Vespertilio bereits einen Treffer.

Sein jüngstes Werk, The First, erzählt zwei miteinander verknüpfte Geschichten in naher Zukunft rund um das erste bemannte Raumschiff, das auf dem Mars landen soll. Auf engstem Raum zusammengedrängt, kommen sich die Astronaut*innen Rose und Simeon näher, während ihr Schiff dem Roten Planeten entgegenfliegt. Und doch – so verlockend nah und zugleich unerreichbar wie der Mars selbst – wahren sie eine professionelle Distanz: Rose erholt sich von der Trennung von ihrem Verlobten, Simeon erinnert sich an anonyme Gay-Hook-ups über Grindr. Zurück auf der Erde entwickelt auch ein anderes Duo trotz Gegensätzen, die so groß sind wie der Weltraum, eine Verbindung. Der schwarze, konservative US-Amerikaner Marcus arbeitet mit der weißen, liberalen schottischen Drehbuchautorin Alisha daran, für den Präsidenten eine Rede zu entwerfen – für den Fall, dass die Marsmission scheitert. Doch als die Ereignisse eine dramatische Wendung nehmen, lernen beide Paare einander besser kennen – ihre Stärken ebenso wie ihre Unvollkommenheiten.

Foto: Alessa Davison

In diesen beiden ineinander verschränkten Erzählsträngen wirbelt McStay viele Ideen zu Race, Geschlecht, Heldentum, Politik und menschlicher Nähe durcheinander, doch keine entwickelt wirklich eine eigene Flugbahn – dem Stück fehlt dadurch ein klarer Fokus. Dafür bietet es zwei Sets fein gezeichneter Figuren, beide überzeugend gespielt von Katrina Allen und Daniel Ward unter der Regie von Emily Jenkins. In beiden Geschichten zeigen sie eine spürbare Verbundenheit, die das Potenzial für Nähe andeutet – selbst wenn sie unerreichbar scheint.

Ein glühend roter Diskus als Mars dominiert Delyth Evans’ Bühnenbild; das klaustrophobische Innere des Raumschiffs wird auf der Bühne durch die Darsteller*innen unter Bewegungsregisseur Mikey Brett körperlich greifbar gemacht – unterstützt von einem wirkungsvollen Sound- sowie Lichtdesign von Tingying Dong und Lucia Sánchez Roldán. Auch wenn das Stück mitunter Mühe hat, seine Ideen wirklich einzulösen, ist es ein ambitionierter Versuch, eine epische menschliche Geschichte zu erzählen.

Läuft beim Vault Festival bis 16. Februar 2020.

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