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REZENSION: The Night Watch, New Wolsey Theatre Ipswich ✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies bespricht The Night Watch, eine Koproduktion von Original Theatre Company und York Theatre Royal, die derzeit im New Wolsey Theatre zu sehen ist.

Phoebe Pryce als Kay und das Ensemble von The Night Watch. Foto: Mark Douet. The Night Watch

New Wolsey Theatre, Ipswich. (Und auf Tour)

1. Oktober 2019

3 Sterne

Tourplan

Sarah Waters’ Klassiker The Night Watch wird in umgekehrter Chronologie erzählt: Er beginnt 1947, führt uns dann zurück in die Hochphase des Blitz 1944 und schließlich nach 1941. Die Hauptfigur Kay beschreibt, wie sie am liebsten mitten in eine Kinovorstellung hineinspaziert und dann auch die zweite Vorstellung bleibt – weil die Vergangenheiten der Menschen so interessant sind. Genau dieses Prinzip nutzt der Roman. Hattie Naylors Bühnenfassung für diese Koproduktion der Original Theatre Company mit dem York Theatre Royal behält das rückwärts erzählte Konzept klugerweise bei – allerdings ist es ein Stück, das viel Aufmerksamkeit verlangt. Zu Beginn wirken die Figuren voneinander getrennt und innerlich zerbrochen; erst nach und nach setzen sich die Teile zusammen, während wir verstehen, welche Ereignisse zu ihren Geschichten geführt haben. Das Problem: Alle sprechen, als wären sie in einem Roman, und die Schauspieler*innen müssen größere Expositionsblöcke abliefern – teils zu lang, teils etwas unbeholfen formuliert.

Mara Allen (Mickey) und Phoebe Pyce (Kay). Foto: Mark Douet

Es gibt viele Stärken – nicht zuletzt, dass Waters lesbische Beziehungen ins Zentrum ihrer Erzählung stellt, und mit Duncan einen jungen Mann hinzufügt, der wegen seiner Homosexualität inhaftiert wurde, nachdem sein Geliebter Suizid beging und sein eigener Versuch scheiterte. Wir wissen, dass er und Robert Fraser sich aus dem Gefängnis kennen, aber erst in Akt Zwei erfahren wir, dass Fraser ein Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen war. Das Bühnenbild von David Woodhead ruft die Zeit des Blitz auf kluge Weise wach, und das Ensemble arbeitet gut zusammen, um die Geschichte zu tragen. Lewis Mackinnon ist als Duncan überzeugend verstört und gebrochen; Sam Jenkins-Shaw ist ein hervorragender Fraser – und außerdem ein komischer, walisischer, sanftmütiger Sanitäter namens Cole. Louise Coulthard gibt eine mitreißende und berührende Viv; ihre während des nächtlichen Luftangriffs enthüllte Geschichte hat viel Wucht, und das Liebesdreieck zwischen Kay (Phoebe Pryce), Helen (Florence Roberts) und Julia (Izabella Urbanowicz) wird glaubhaft gezeichnet.

Malcolm James, Sam Jenkins Shaw und Lewis McKinnon in The Night Watch. Foto: Mark Douet

Die Nacht des Luftangriffs 1944 ist von Regisseur Alastair Whatley eindrucksvoll inszeniert und definitiv ein Höhepunkt – allerdings lässt er lange auf sich warten. Auch hilft nicht, dass die Mehrheit der Figuren geschniegelt, zurückhaltend und sehr „upper-class“ wirkt, langsam spricht und jeder Akt mit einer zu langen und letztlich irrelevanten Bewegungssequenz eröffnet. (Akt Zwei beginnt damit, dass alle Gasmasken tragen – was mich „Bist du meine Mami?“ murmeln ließ; das verstehen nur Doctor-Who-Fans!) Insgesamt lohnt es sich dranzubleiben: Die Enthüllungen machen Spaß, weil wir die Auswirkungen bereits zu Beginn gesehen haben, und das Stück bleibt durchgehend wunderschön atmosphärisch.

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