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INTERVIEW: Hannah Vassallo - Dirty Dancing

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Leitartikel

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Niemand stellt Hannah Vassallo in die Ecke – ganz sicher nicht, seit sie ihr Schauspieldebüt im West-End-Hit Dirty Dancing gab. Du kommst aus einer sehr kreativen Familie. War es da naheliegend, dass du selbst Performerin wirst? Meine ganze Familie ist definitiv sehr kreativ, und wir arbeiten alle in künstlerischen Bereichen. Es war nicht von Anfang an so, dass ich unbedingt auf der Bühne stehen würde – als Kind und Jugendliche hatte ich viele Interessen, die ich gleichermassen geliebt habe. Irgendwann kam aber der Punkt, an dem ich mich auf eine Sache konzentrieren musste, und ich habe mich für den Tanz entschieden. Ich war auf einer sehr akademisch geprägten Schule – im Grunde bin ich damit einen anderen Weg gegangen als die meisten um mich herum. Ich glaube, egal wofür ich mich entschieden hätte: Es wäre auf die eine oder andere Weise praktisch oder kreativ gewesen, denn mir fällt es schwer, still zu sitzen und mich über längere Zeit zu konzentrieren! Was hast du aus deiner Ausbildung an der Rambert School mitgenommen? Rambert war eine fantastische Schule, die sehr gut zu meiner Persönlichkeit gepasst hat. Anders als an manchen anderen Schulen gab es dort keine Schablone, in die man dich unbedingt pressen wollte. Stattdessen haben sie dich stark darin unterstützt, dein eigenes Potenzial zu entfalten – und es aus eigener Kraft zu erreichen. Selbstdisziplin war ein riesiger Bestandteil meiner Ausbildung. Ich habe sehr schnell gelernt: Wenn ich etwas erreichen will, muss ich so hart arbeiten, wie ich nur kann, damit es passiert. Mit 20 hast du begonnen, mit Matthew Bourne zu arbeiten. Das muss magisch gewesen sein – an einigen seiner grössten Produktionen mitzuwirken?Ich hatte unglaublich viel Glück, schon in so jungen Jahren mit Matthew zu arbeiten. Es war wahnsinnig aufregend, Teil einer so grossartigen Company zu sein – mit tollen Chancen, überall auf der Welt zu tanzen. Mir war immer bewusst, wie glücklich ich mich schätzen kann, etwas zu tun, das ich liebe. Und genau das hat mich angespornt, noch härter zu arbeiten und mehr zu erreichen, weil ich es einfach so lange wie möglich machen wollte.  Es ist ja nicht alltäglich, dass man um die Welt reist und dabei genau das tut, was man liebt. In welchem Land hattest du deiner Meinung nach das beste Publikum?In jedem Land, in dem ich war, gab es ein anderes Publikum. Und auch verschiedene Städte innerhalb desselben Landes ticken ganz unterschiedlich. Sie haben alle ihre eigene Art, Wertschätzung zu zeigen. Amerikanisches Publikum hat zum Beispiel keine Scheu, über Witze zu lachen und an offensichtlichen Stellen zu klatschen, während japanisches Publikum die ganze Zeit über still bleibt und dann am Ende in Applaus ausbricht. Ich mag es, wenn man Reaktionen aus dem Zuschauerraum hört. Das erinnert dich daran, dass die Menschen das geniessen, was sie sehen – und es macht das Erlebnis für alle schöner. Hattest du schon vor Dirty Dancing mal daran gedacht, im Musicaltheater zu arbeiten?Ich habe unter Freunden immer gescherzt, dass ich mal einen Job im West End bekomme.  Vor allem, weil das eine völlig verrückte Idee war – ich bin nämlich keine besonders gute Sängerin! Umso witziger war es, dass ich dann eine der wenigen Hauptrollen im West End bekommen habe, bei der man nicht singen muss. War es nicht ziemlich einschüchternd, für die Show vorzusprechen, wenn du noch nie Schauspielunterricht hattest? Ich wäre fast gar nicht zum Vorsprechen gegangen. Ich dachte, ich hätte sowieso keine Chance, weil ich so etwas noch nie gemacht hatte und ausser Tanz keinerlei Erfahrung mit dem hatte, was sie verlangten. Als ich dann ein Skript zum Lernen bekam, war ich zuerst total überrascht und dann leicht panisch – ich hatte noch nie ein Skript in der Hand gehalten, geschweige denn in einer Audition-Situation laut gesprochen.  Und das alles auch noch mit amerikanischem Akzent! Ich weiss noch, dass ich am ganzen Körper gezittert habe, aber sobald ich mich etwas entspannen konnte, hat es mir riesigen Spass gemacht und ich wurde selbstbewusster. Es war das erste Mal, dass ich meine Stimme so eingesetzt habe – und ich habe es geliebt. Jeder kennt den Film Dirty Dancing. Es muss eine Freude sein, „Baby“ zu spielen – eine so ikonische Rolle? Es ist eine grossartige Chance, diese Rolle zu spielen. Ob die Leute den Film kennen oder nicht: Sie ist eine Figur, mit der man sich auf so vielen Ebenen identifizieren kann. Sie macht eine riesige Entwicklung von Anfang bis Ende durch, und es ist eine tolle Herausforderung, ihre Geschichte Abend für Abend zu erzählen. Welchen Rat würdest du jemandem geben, der über eine Karriere in der Branche nachdenkt?Ich würde sagen: Mach es, weil du es liebst. Arbeite hart – und bewahr dir jederzeit einen klaren Kopf. Findest du es wichtig, neben dem Auftreten noch andere Leidenschaften im Leben zu haben?Es ist so wichtig, verschiedene Bereiche des Lebens zu entwickeln. All diese Dinge beeinflussen sich gegenseitig, und dadurch wirst du letztlich zu einer runderen Performerin und zu einem runderen Menschen. Alles nährt alles andere. Welche sind das bei dir?Ich liebe Zeichnen und Basteln.  Ich mache viele Kleinigkeiten für meine Wohnung – das ist ein tolles kreatives Ventil. Ausserdem spiele ich gern Musik und treffe mich mit Freunden – wenn ich die Zeit dazu finde! Dirty Dancing läuft im Aldwych Theatre im West End. www.dirtydancinglondon.com

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