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KRITIK: Horse Country, Headgate Theatre Colchester ✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert Horse Country, präsentiert von Flying Bridge Theatre im Headgate Theatre, Colchester.

Horse Country.

Headgate Theatre, Colchester.

15.02.21

3 Sterne

Website des Headgate Theatre

Präsentiert vom Flying Bridge Theatre und als Colchester Fringe Encore, liegt über dieser Produktion deutlich der Schatten Samuel Becketts. Dass Becketts Genialität so viele Autorinnen und Autoren beeinflusst hat, ist Fluch und Segen zugleich – und C. J. Hopkin scheut die Vergleiche mit Warten auf Godot nicht. Auf einer nahezu leeren Bühne sprechen Sam und Bob, machen Witze, kommentieren das Horse Country (Amerika) und durchbrechen regelmässig die vierte Wand. Zumindest bei Godot bringen drei weitere Figuren die Erzählung durcheinander, und es gibt die Möglichkeit von Veränderung. Hier gelingt Hopkin ein eigener Kunstgriff: Das Stück bewegt sich gleichzeitig auf einem Plateau vorwärts und dreht sich im Kreis.

Es ist ein frustrierendes Stück Theater – nicht zuletzt, weil es hervorragend gespielt ist: Daniel Llewellyn-Williams und Michael Edwards werfen sich die verbalen Kunststücke mühelos zu. Zunächst wirkt es, als spiele das Stück in Zeiten des „Wilden Westens“, doch rasch wird es zu einer Erzählung amerikanischer Geschichte, einschliesslich jüngerer rechtsextremer Haltungen. In einem Schwebezustand gefangen, reden sie viel über Freiheit, während sie zugleich zeigen, wie wenig davon Menschen tatsächlich haben – über Wahlmöglichkeiten, wenn es keine gibt –, und hin und wieder reiben sie sich übers Kinn und erinnern uns daran, dass wir nur ein Theaterstück anschauen. Das Problem an diesem Ansatz ist für mich, dass ich irgendwann nicht mehr Figuren sehe, sondern nur noch Schauspieler beim Spielen – und das nutzt sich ab. Es ist die Art von Stück, bei der die Beteiligten auf der Bühne offenbar mehr Spass haben als das Publikum.

Es gibt ein schönes surrealistisches Element, und es blitzen Andeutungen auf, sie könnten jemanden ermordet haben oder in einen Autounfall verwickelt gewesen sein. Regie führt Mark Bell, bekannt durch The Play That Goes Wrong, doch die Inszenierung bleibt hier etwas statisch – umso mehr sticht ein einziger Moment von Energie und Gewalt heraus. Um dem Stück gerecht zu werden: Es bleibt danach im Kopf hängen und lohnt ein wenig Entschlüsselung, z. B. ob Sam für Uncle Sam steht. Ist die schwer fassbare Neun der Karo die Suche nach materiellem Übermass? (Ich glaube ja.) Wenn das Ihre Art von Theater ist, dann ist diese Show genau das Richtige.

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