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KRITIK: Mel Brooks' Frankenstein Junior, Garrick Theatre ✭✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

douglasmayo

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Douglas Mayo bespricht Mel Brooks’ Young Frankenstein im Garrick Theatre und stellt fest, dass Mel Brooks erneut einen Monster-Hit geschaffen hat.

Die Besetzung von Mel Brooks’ Young Frankenstein

Garrick Theatre

11. Oktober 2017

5 Sterne

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Es hat zehn Jahre gedauert, bis Mel Brooks’ Young Frankenstein den Weg vom Broadway ins West End gefunden hat – doch das Warten hat sich definitiv gelohnt. Basierend auf Brooks’ schwarzweisser Hommage an Kult-Horrorfilme aus dem Jahr 1974 ist Young Frankenstein ein herrlich albernes, durch und durch vergnügliches Musical, das Sie von Anfang bis Ende zum Lachen bringt.

Susan Stroman führt Regie und zeichnet auch für die Choreografie dieser liebevollen Parodie verantwortlich.  Seit der Broadway-Premiere wurde die Show gestrafft und auf den Punkt gebracht und läuft nun zweieinhalb Stunden inklusive Pause. Es ist eine Produktion, die vor Stromans typischem Broadway-Glanz nur so sprüht und sich wunderbar ins Garrick Theatre einfügt – und der Komödie die dringend benötigte Intimität verleiht.

Hadley Fraser als Frederick Frankenstein. Foto: Manuel Harlan Angeführt wird die Besetzung von Young Frankenstein von Hadley Fraser als Frederick Frankenstein. Hadley geht die Rolle mit Wucht an. Seine Eröffnungsnummer The Brain, voller halsbrecherischer Wortakrobatik, setzt den Ton für diese grossartige Leistung. Es ist wunderbar, Lesley Joseph wieder auf der Bühne als Frau Blucher zu sehen. Ihr umjubelter Auftritt in He Vas My Boyfriend ist eine Meisterklasse in Sachen Komik, und ihr „weniger ist mehr“-Ansatz festigt ihren Platz im britischen Komödienhimmel. Ein Genuss.

Lesley Joseph als Frau Blucher. Foto: Manuel Harlan

Es kommt nicht oft vor, dass Comedians den Sprung vom Stand-up ins Musicaltheater so mühelos schaffen – doch Ross Noble überrascht und meistert die Rolle des Igor mit Bravour. Er bewohnt die Figur vollständig; seine Darstellung ist eine Offenbarung und hat mich den ganzen Abend über in Lachkrämpfen gehalten.

Kein West-End-Musical wäre komplett ohne einen Strallen – und Summer Strallens hinreissende Inga ist wirklich ein Ereignis. Ihre erste Szene Roll In The Hay brachte den ganzen Saal zum Heulen vor Lachen. Ihre physische Komik im Zusammenspiel mit Fraser und Noble zeigte eindrucksvoll, wie stark ihre Comedy-Qualitäten sind.

Summer Strallen (Inga) und Hadley Fraser (Frederick) in Young Frankenstein. Foto: Manuel Harlan Dianne Pilkington als Frankensteins geschniegelt-aber-laute Verlobte Elizabeth Benning ist eine Wonne. Ihre grossartige Nummer im ersten Akt Please, Don't Touch Me machte Lust auf mehr, und ihre wunderbare Szene im zweiten Akt mit dem Monster war Comedy-Gold.

Patrick Clancys Auftritt als Inspector Kemp wurde nur noch von seinem unglaublichen Einsatz im zweiten Akt als der Eremit übertroffen. Dieser grossartige Moment im zweiten Akt brachte alle zum Lachen. Der Himmel weiss, wie Clancy es schafft, dabei die ganze Zeit ernst zu bleiben.

Das Ensemble von Mel Brooks’ Young Frankenstein. Foto: Manuel Harlan

Die Leistung des Abends jedoch geht vielleicht an Schuler Hensleys Monster. Zuletzt habe ich Hensley in Trevor Nunns und Susan Stromans bahnbrechender Neuinszenierung von Oklahoma! am National Theatre gesehen. Und erneut gelingt es ihm, mit erstaunlicher Subtilität Brooks’ Monster zum Leben zu erwecken. Eine umwerfende Darstellung!

Stromans Inszenierung setzt auf einen Vaudeville-komödiantischen Stil und hält den Fluss der Handlung grösstenteils auf Beowulf Boritts Bühne, die aus wunderschönen bemalten Stoffbahnen besteht, am Laufen – und nutzt einige wunderbare Pyrotechnik-Effekte, die das Geschehen spürbar in den Zuschauerraum holen.  Das kleine Ensemble arbeitet unglaublich hart, um die Vielzahl zusätzlicher Figuren zu erschaffen, jede mit ihren eigenen Macken und komischen Momenten.

Hadley Fraser (Dr. Frederic Frankenstein) und Ross Noble (Igor). Foto: Manuel Harlan

Das höchste technische Lob des Abends gebührt wohl Gareth Owen, dem Sounddesigner der Produktion. Diese Show hat ohne Zweifel den besten Theatersound, den ich je gehört habe. Jede Zeile von Brooks’ herrlich komischem Libretto ist glasklar zu verstehen, und Andrew Hiltons fantastische Band klingt dynamisch, ohne die Darsteller jemals zu übertönen. Eine grossartige Leistung, die höchstes Lob verdient.

Das ist Mel Brooks’ Theatererlebnis in einer sehr stark komprimierten Form – und gerade deshalb funktioniert es umso besser. Seine offenkundige Liebe zum Broadway durchzieht die gesamte Show, ganz wie schon bei The Producers. Dem Publikum wird keine Sekunde zum Durchatmen gelassen, während seine Figuren und seine grossartige Partitur über die Zuschauer hinwegrollen und laute Lachsalven auslösen. Gute, altmodische Unterhaltung – mit grossgeschriebenem U.

Young Frankenstein ist ein Monster-Hit. Es verdient eine lange Laufzeit im West End. Ich jedenfalls werde Transsilvanien wieder besuchen, um diese Wohlfühl-Show erneut zu sehen!

TICKETS FÜR MEL BROOKS’ YOUNG FRANKENSTEIN

 

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