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REZENSION: The Incident Room, Pleasance Courtyard, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert The Incident Room, derzeit im Pleasance Courtyard im Rahmen des Edinburgh Fringe zu sehen.

Foto: Richard Davenport The Incident Room Pleasance Courtyard, Edinburgh Festival Fringe

14. August 2019

4 Sterne

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Angesiedelt im Jahr 1975 im Millgarth Incident Room, dem Nervenzentrum der Fahndung nach dem „Yorkshire Ripper“, fängt dieses hervorragend recherchierte Stück die Spannungen – und das Versagen – des Teams bei der Suche nach dem Serienmörder eindringlich ein. Während sich das Drama entfaltet, fällt uns heute vieles auf: nicht nur die Unfähigkeit der Ermittlungen (Peter Sutcliffe, der Ripper, wurde verhört, und sein Name tauchte mehrfach auf), sondern auch der ausgeprägte Sexismus jener Zeit. Die ersten vier ermordeten Frauen waren Sexarbeiterinnen, und weder wurde der Raum entsprechend aufgestellt noch wurden die Morde wirklich ernst genommen – bis Jane MacDonald, eine Schülerin, als fünftes Opfer getötet wurde. Die Produktion von New Diorama, nach einem Text von Olivia Hirst und David Byrne, rückt Frauen ins Zentrum dieser männerdominierten Welt, allen voran Sergeant Megan Winterburn.

Charlotte Melia ist hervorragend als Winterburn: wütend darüber, dass ihre männlichen Kollegen vor ihr befördert werden, hart und engagiert. Sie knüpft eine Verbindung zur überlebenden Maureen Long – eine großartig komische und zugleich berührende Charakterzeichnung von Katy Brittain – und beide Frauen zeigen gleichermaßen Verletzlichkeit und Stärke, um zu überleben. Es ist ein starkes Ensemble, und besonders beeindruckt hat mich Jamie Samuel als Andrew Laptew, der befördert wird, nur um festzustellen, dass ausgerechnet er es war, der den Ripper hat entwischen lassen; sein Entsetzen wird sehr überzeugend dargestellt.

Das Tempo ist straff, gespielt vor einem ausgezeichneten Set aus Aktenschränken von Patrick Connellan, das unter der Last der Papierberge buchstäblich zusammenbricht. Das ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Material entwickelt und geformt werden kann, und das Stück lässt das Publikum die ermordeten Frauen nie vergessen. Jedes Mal, wenn eine Leiche gefunden wird, stößt Winterburn in den Schränken und Archivboxen auf ein durchnässtes Kleidungsstück oder einen Schuh – und in einem unvergesslichen Moment zieht sie ein Kleid aus einer Kaffeetasse. Ein gelungenes Beispiel für Doku-Drama – sehr empfehlenswert.

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