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REZENSION: Eric und Ern. Duke Of York's Theatre, London ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies bespricht Eric and Ern, eine Hommage an Morecambe and Wise, die im Duke of York’s Theatre in London zu sehen ist.

Eric and Ern

Duke of York’s Theatre, London.

2. Februar 2020

4 Sterne

Tickets buchen – 9. Feb

Man hat mich einmal gefragt: Wenn ich durch die Zeit reisen könnte, welche Theaterereignisse würde ich gern miterleben?  Ich gab die richtigen Antworten, die ein Doctor of Theatre geben sollte: bei einer Aufführung am Shakespeare’s Globe zu seinen Lebzeiten dabei sein, Laurence Oliviers Bühnenarbeit aus erster Hand beurteilen, bei der Premierenaufführung von Waiting for Godot im Arts Theatre sein usw. Aber ehrlich gesagt: Ich würde das alles eintauschen, um ABBA 1979 in der Wembley Arena noch einmal live zu sehen (diesmal näher an der Bühne) – und bei der Aufzeichnung einer der legendären Weihnachts-Shows von Morecambe and Wise dabei zu sein. Nun, am nächsten dran war ich gestern Abend, als ich Ian Ashpitel und Jonty Stephens’ wunderbare Hommage an Eric und Ern gesehen habe.

Für viele Menschen meiner Generation sind Morecambe and Wise das grösste Comedy-Duo aller Zeiten. Der Schlüssel zu ihrem Erfolg war ihre tiefe Freundschaft – und Ashpitel und Stephens sind ebenfalls enge Freunde, und das spürt man in ihren Auftritten. Alle Klassiker sind dabei: von der Papierbeutel-Nummer (die den Saal zum Toben bringt) über den Klatsch-Tanz, das gemeinsame Bett, die Stripperin – und, oh Freude, „Andre Preview“, das die beiden clever anpassen und mit ihrer eigenen Note versehen, sodass es ganz klar ihre eigene Double-Act-Version bleibt.

Tatsächlich zahlt sich das Aktualisieren der Sketche richtig aus. Ein zusätzlicher Bonus bei diesen Londoner Vorstellungen ist, dass der musikalische Gast die wunderbare Ruthie Henshall ist – mit einem herrlichen Talent für Selbstironie. Und die Shirley-Bassey-Nummer, bei der Eric und Ern ihren Auftritt als unfähige Bühnencrew ruinieren, wird hier großartig übertragen: Henshall singt  Send in the Clowns, und die beiden kommen als Clowns herein und liefern herrlich missglückte Ballonkunst! Ihr Auftritt in der zweiten Hälfte mit She Used To Be Mine aus Waitress ist umwerfend.

Es gibt Momente, in denen man die Sketche ein wenig straffen könnte – die Bauchredner-Nummer zu Beginn des zweiten Akts dürfte ruhig halb so lang sein; nach der Pause braucht es etwas Schlagkräftigeres, um das Publikum sofort wieder mitten ins Geschehen zu ziehen. Verständlicherweise gibt es auch nicht das Stück, das Ern geschrieben hat – die Logistik mit Gaststars und zusätzlichen Darsteller*innen steht dem vermutlich im Weg. Aber das sind Kleinigkeiten: Insgesamt ist das hier beglückende Nostalgie, nachgebaut von zwei Performern auf dem Höhepunkt ihres Comedy-Könnens – die Witze kommen zuerst im Stakkato, und dann werden sie noch dichter und noch schneller! Die zweite London-Vorstellung im Duke of York’s Theatre ist am Sonntag, 9. Februar. Eric and Ern gastieren außerdem am 27. Februar im Richmond Theatre. Tickets buchen.

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