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REZENSION: Killymuck, Underbelly Bristo Square, Edinburgh Fringe ✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert Kat Woods’ neues Stück „Killymuck“ im Underbelly Bristo Square beim Edinburgh Fringe

Killymuck Underbelly Bristo Square, Edinburgh Fringe

Drei Sterne

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Autorin und Regisseurin Kat Woods greift auf ihre Kindheit in einer nordirischen Sozialbausiedlung zurück und schafft damit eine Show, die mit Nachdruck bessere Chancen für Menschen fordert, die in Armut leben. Mit Statistiken und fachkundiger Analyse zeigt sie, wie nahezu unmöglich es für Jugendliche wie sie selbst ist, dem Kreislauf zu entkommen: auf Sozialleistungen angewiesen, von klein auf stigmatisiert und ohne Zugang zu den Bildungs- und Kulturangeboten derjenigen, die im Klassensystem weiter oben stehen.

Das Herzstück des Abends – und zum Glück der größere Teil – ist jedoch die Geschichte des Aufwachsens auf der Siedlung, die „Killymuck“ genannt wird, eindringlich erzählt über die Figur Niamh. In einer fesselnden Bravourleistung von Aoife Lennon begegnen wir Niamhs Mutter sowie den Mädchen, die zu Freundinnen und Feindinnen werden, und erfahren von weiteren Menschen auf der Siedlung, darunter ihr gewalttätiger Vater. Es gibt Gewalt, Alkoholismus, Drogenmissbrauch und Teenagerschwangerschaft – doch das ist keine trostlose Show: Es geht ebenso um die Bande von Gemeinschaft und Familie. Wir erleben die Freuden und die Trauer von Niamhs Kindheit, von einem Babysitting-Desaster bis zur Freude ihrer Mutter an ihrem kleinen Garten, in dem sie trotz der urbanen Umgebung Duftwicken und Stiefmütterchen hegt und pflegt.

Offenkundig ist dies für Woods ein höchst persönliches Stück: Immer wieder unterbricht sie Niamhs Geschichte, um uns Daten, Expert:innenmeinungen und Kommentare zu den Hürden zu präsentieren, mit denen Arbeiterklasse und Unterklasse konfrontiert sind. Sie fordert uns auf, unsere Abgeordneten zu kontaktieren, um politischen Wandel voranzutreiben, der den Zugang zu Kultur und anderen Alternativen für Menschen aus unterschiedlichen Verhältnissen verbessert. Außerdem streift sie das aktuelle Thema Abtreibung, nachdem Irlands Referendum im Mai Nordirland isoliert zurückließ, was die Einschränkung des Zugangs zu Schwangerschaftsabbrüchen betrifft.

Die Statistiken sind hilfreich, um zu unterstreichen, wie wenig sich verändert hat – wenn nicht sogar verschlechtert –, seit Niamhs Kindheit in den 1990ern; zugleich wirkt es wie eine entfremdende Unterbrechung des Erzählflusses. Außerdem gibt es so viel mehr, das ich gern wüsste – etwa das Schicksal der anderen Mädchen auf dem Killymuck-„Estate“, wie Siobhan und Ciara. Aus der Perspektive einer 2018 gezeigten Produktion erzählt, lässt es uns besonders darüber nachdenken, was aus Niamh geworden ist – und wie Woods selbst dem Kreislauf der Armut entkommen konnte, um diese kraftvolle Botschaft nach Edinburgh zu bringen.

Läuft im Underbelly, Bristo Square bis 27. August 2018.

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